Nahwärmeversorgung: Energie-Agentur erläuterte Machbarkeitsstudie vor 65 Interessenten in Reddighausen

Hierhin soll die Heizzentrale: Oliver Berghamer und Marcus Bettelhäuser (rechts) zeigen den Punkt im Gewerbegebiet, wo die Heizzentrale ihren Platz finden soll. Foto: Helmus

Reddighausen. Was für Holzhausen noch nicht möglich ist, könnte im Nachbarort Reddighausen umgesetzt werden: Eine Nahwärmeversorgung. Das geht aus der Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros „EnergieAgentur Berghamer und Penzkofer“ hervor. Die Ergebnisse stellte Oliver Berghamer am Mittwochabend in einer Bürgerversammlung vor. Etwa 65 Interessenten waren dazu ins Gasthaus zum Edertal gekommen.

Die Voraussetzungen für eine Nahwärmeversorgung seien in Reddighausen gegeben, sagte Berghamer. Der Ortskern habe eine hohe Anschlussdichte. Für ein Nahwärmenetzes sei ein Motor nötig. Zunächst müsse der Motor mit Erdgas angetrieben werden, könnte aber nach etwa sieben Jahren auf Bio-Methangas umgestellt werden.

Die Netto-Investitionssumme liege bei 4,71 Millionen Euro, sagte Berghamer. Bei 146 Häusern, die sich an der Studie beteiligt haben, rechne man mit einem Genossenschaftsanteil von je 5000 Euro. Wer später einsteigen wolle, müsse mit Mehrkosten von etwa 1500 Euro rechnen.

Die Genossenschaft erwartet Bundeszuschüsse nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz von 860 000 Euro. Aus den Genossenschaftsanteilen (146 mal 5000 Euro) kämen 730 000 Euro hinzu. Die restliche Summe soll über 20 Jahre kreditfinanziert werden, erklärte Oliver Berghamer.

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Von Alexandra Helmus

Quelle: HNA

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