Wegen der feuchten Böden verkauft das Forstamt weniger Holz als üblich

Zu nass: Die Bäume bleiben im Wald

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Jochen Arnold, Produktionsleiter Frankenberger Forstamts, vor zum Abtransport bereitliegenden Stämmen. Aus vielen Waldstücken kann derzeit kein Holz geholt werden, weil Wege nicht befahrbar sind.Foto: Mark Adel

Frankenberg - Wegen des milden Winters bleibt das Holz länger im Wald: Die schweren Rückefahrzeuge der Forst-arbeiter können sich durch viele Flächen kaum den Weg bahnen.

Das sei nicht allein im Frankenberger Land ein Problem, sagt Jochen Arnold, Produktionsleiter beim Forstamt in Frankenberg. Überall in Deutschland fehle den Sägewerken der Nachschub. „Da können zum Teil sogar Arbeitsplätze bedroht sein. Einzelne Kunden haben über mehrere Wochen kein Holz bekommen, das kann zu wirtschaftlichen Problemen führen.“ Das Frankenberger Forstamt beliefert vorwiegend Sägewerke von Thüringen bis Bayern.

Es sei der zweitwärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. „Sonst gibt es auch in milderen Wintern Frostphasen zumindest von zwei bis drei Wochen.“ Das sei dieses Jahr nicht der Fall, „wir haben seit November viel Regen gehabt“.

Jochen Arnold rechnet damit, dass in der Einschlagsaison von Oktober bis Ende März etwa 25 bis 30 Prozent weniger Laubhölzer als üblich eingeschlagen werden können. Beim Nadelholz werde sich das über das Jahr gesehen vermutlich wieder annähern, doch auch beim Laubholz sollen die bestehenden Lieferverpflichtungen gegenüber den Kunden im Herbst ausgeglichen werden. (da)

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung von Montag, 24. Februar.

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