Rosenthal

Natur-Erlebnisplatz am neuen Wildrosenpfad

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- Rosenthal (mba). Spaziergänger, die künftig die Stadt auf den Spuren der Wildrosen umrunden, kommen auch am „Dornröschenplatz“ vorbei. Dort entsteht derzeit ein Naturerlebnis- und Abenteuerspielplatz für Kinder. Um eine Rutsche zu finanzieren, werden derzeit Foto-Kalender im Rathaus verkauft.

„Ein schöner Ortsname, aber wo sind eigentlich die Rosen?“ – so beschreibt Anette Hoffmann, eine der Initiatorinnen des Wildrosenpfades, wie ihr die Idee zu dem Projekt gekommen ist: Ein Rundweg um die Stadt, gesäumt von wilden Rosen und beschildert mit Informationstafeln, auf denen Spaziergänger etwas über die Rosen, die Natur und über die Stadtgeschichte erfahren. Als Anette Hoffmann vor Jahren nach Rosental zog, war von den schönen Blumen noch nicht viel zu finden. Das hat sich mittlerweile geändert: Der Heimat- und Verschönerungsverein hat in der Stadt Rosenbeete angelegt und am neuen Wanderpfad stehen inzwischen auch viele der namensgebenden Wildrosen – sie werden aber erst im nächsten Jahr ihre Blütenpracht entfalten. Für Mai ist die offizielle Eröffnung des „Wildrosenpfades“ geplant. Bis dahin sind auch die noch leeren Info-Tafeln beschriftet, die der Arbeitskreis aufgestellt hat. Der Einstieg zum Pfad ist an der Sport- und Kulturhalle, wo es auch Parkmöglichkeiten gibt. Von der Gaststätte Rosengarten geht es über die Rosenstraße und den Oberholzhäuser Weg weiter zur „Rosenhütte“, die der Wanderverein errichtet und der Arbeitskreis mit Kletterrosen bepflanzt hat. Der Weg dreht einen Runde um das nördliche Stadtgebiet und endet wieder an der Kulturhalle. Alle entlang des Weges gepflanzten Wildrosen werden benannt. Auf den Tafeln gibt es unter anderem Informationen über Rosen, ihre Verwendung in der Medizin und ihre Auftritte in der Weltliteratur. Die Spaziergänger erfahren auch etwas über die Geschichte von Rosenthal, die Herkunft des Namens, das Rosenthaler Quellwasser –aber auch über Hagebuttenmarmelade. Insgesamt wird es 17 solcher Tafeln geben, um deren grafische Gestaltung sich Ute Dersch gekümmert hat. Sigmar Salzmann vom Verschönerungsverein hat einige Skizzen zu den historischen Tafeln gezeichnet, der Verein sammelt auch Spenden für das Projekt. Die Mitglieder des Naturschutzbundes haben Info-Texte über das Leben in der Hecke beigesteuert. Schon jetzt seien viele Spaziergänger auf dem Pfad unterwegs, sagt Brigitte Hennrich, Mitglied des Arbeitskreises und bei der Stadt für Tourismus zuständig: „Eine Wandergruppe aus Marburg wollte sich den Wildrosenpfad schon im Juni ansehen, aber da war leider noch nichts zu sehen.“ Touristen, die von dem Projekt gehört haben, erkundigen sich bei ihr danach. Und auch die Rosenthaler selbst begutachten die Fortschritte: „Es spricht sich rum, die Leute fragen, was auf den Tafeln stehen wird.“ Eine Glanzpunkt auf der Strecke soll der Naturerlebnisplatz für Kinder werden, der derzeit an der Ecke Oberholzhäuser Weg und Dreihäuser Weg entsteht: Es wird eine Spielburg errichtet, ein Barfußweg, ein Kriechtunnel aus Weiden und eine „Naschhecke“ mit Brombeeren und Himbeeren angelegt, berichtet Anette Hoffmann. Auf der Wiese werden Holzpferde „grasen“, die Kinder können über einen Felsen-Pfad zu einer Rutsche am Hang emporsteigen, auf einem Baumstamm klettern oder mit Klanghölzern spielen. Riechen, schmecken, hören, fühlen: „Die Kinder können mit allen Sinnen die Natur erleben“, sagt sie. Vorschläge und Ideen, wie so ein Platz gestaltet werden könnte, holte sich der Arbeitskreis „Wildrosenpfad“ bei Rosenthaler Schülern. Alles ließ sich nicht verwirklichen, aber die Dornröschenburg stand ganz oben auf der Wunschliste der Kinder. Der größte Posten auf der Rechnung ist allerdings die Rutsche: Sie wird mindestens 2000 Euro kosten. Um das Geld dafür aufzutreiben, werden im Rathaus Foto-Kalender mit Motiven aus der Stadt und vom Wildrosenpfad verkauft. Ein Jahresplaner kostet fünf Euro, ein Küchenkalender zehn Euro. Den Tischkalender gibt es für 14 Euro, den Wandkalender für 15 Euro. Es gibt noch viel zu tun am „Wildrosenpfad“ und der Arbeitskreis freut sich über tatkräftige Unterstützung. Wer mitmachen will, meldet sich im Rathaus bei Bürgermeister Hans Waßmuth, Brigitte Hennrich oder bei Ortsvorsteher Otfried Vaupel.

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