Frankenau

Naturschutzgroßprojekt erhält 6,2 Millionen Euro Fördermittel

- Frankenau (apa). Der Kellerwald spielt in der Bundesliga: Mit der Bewilligung über insgesamt 6,2 Millionen Euro für das Naturschutzgroßprojekt wird die Bedeutung der Region auf nationaler Ebene gewürdigt.

Frankenau. Eine unauffällige, grüne Papiermappe, wie sie in zahllosen deutschen Büros genutzt wird, enthielt das Dokument, auf das Achim Frede und viele andere lange gewartet haben: Den Bewilligungsbescheid für die Förderung des Naturschutzgroßprojektes „Kellerwald-Region“. Die Planungsphase des Naturschutzgroßprojektes (NGP) hatte im November 2005 begonnen und bis April 2008 gedauert. Im Juli dieses Jahres wurde die Antragstellung für die Umsetzung abgeschlossen. Seitdem warteten die Verantwortlichen auf den Bescheid des Bundesamtes für Naturschutz, den dessen Präsidentin, Professor Beate Jessel, am Freitag in Frankenau überreichte.

Insgesamt 6,2 Millionen Euro werden in den nächsten fünf Jahren in die Region fließen: 4 Millionen Euro hat der Bund zugesagt. 25 Prozent der Gesamtsumme trägt das Land, weitere 10 Prozent der Zweckverband Kellerwald-Edersee.

Die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Professor Beate Jessel, bezeichnete die Naturschutzgroßprojekte als die „Sahnestückchen“ im Förderprogramm des BfN. Sie verwies auf diverse Kriterien, die eine Region erfüllen muss, um in den Genuss der Förderung zu kommen: Sie muss bundesweit einzigartig sein, sie muss großräumig sein und sie muss akuten Handlungsbedarf – also Gefährdungen – aufweisen. Ganz entscheidend sei langfristige Wirkung.

Damit können nun die Pläne, die seit 2005 formuliert und untersucht wurden, in die Realität umgesetzt werden. Noch in diesem Jahr müssen die Verantwortlichen die erste Abrechnung vorlegen. Deshalb sollen bereits in diesem Jahr in allen vier Kerngebieten des NGP erste Maßnahmen in Angriff genommen werden.

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