Network Waldeck-Frankenberg Zweiter bei Demografiepreis

Zweiter bei Hessischem Demografiepreis:· (von links) Martin Juhasz, Jonatan Freund und Tim Oberlies vom Network Waldeck-Frankenberg holten sich in Wiesbaden die Auszeichnung und 6000 Euro Preisgeld für ihr Karriereportal ab. Foto: nh

Waldeck-Frankenberg. Das „Network Waldeck-Frankenberg" hat beim Hessischen Demografie-Preis den zweiten Preis errungen. Zudem wurden zwei Initiativen aus Vöhl ausgezeichnet.

Die Initiative sei als „motiviert, dynamisch und jung“ sowie als Vorbild für andere Landkreise gelobt worden, erklärte Gesellschafter Martin Juhasz. Unter den sechs Finalisten landete nur das „Landarztnetz Lahn-Dill“ vor dem Projekt von vier Korbacher Studenten.

Die siegreiche Initiative erlaubt jungen Medizinern, das Landarztdasein zu testen, um der Unterversorgung auf dem Land zu begegnen.

Das „Network Waldeck-Frankenberg“ dient dazu, junge Menschen zurück in die Heimat zu lotsen. Besonders bei Studenten und Akademikern reiße der Kontakt oft ab. Das Netzwerk zeigt Karrierechancen im Landkreis auf, Unternehmen bieten Stellen an, Existenzgründer berichten über ihre Erfahrungen. „Die Initiative spricht junge Menschen aus der Region an und bietet ihnen ein Netzwerk auf Augenhöhe“, sagte Staatsminister Axel Wintermeier, Chef der hessischen Staatskanzlei.

Das Thema des sechsten Demografie-Preises lautete „Wo Ideen Freiraum haben - Leben auf dem Land“. Er sollte Ideen gegen den Bevölkerungsschwund aufzeigen. Das Netzwerk sei ein gutes Konzept, um diesem Trend entgegen zu wirken, lobte Landtagsmitglied Armin Schwarz. Seit das Portal am 1. Januar online gegangen ist, wurde es 73 000-mal aufgerufen, auf Facebook gefällt es 882 Nutzern. Gegründet haben es Martin Juhasz, Fabian Schmal, Tim Oberlies und Jonatan Freund. Der Geldpreis von 6000 Euro helfe, das Projekt weiter zu entwickeln, freute sich Juhasz, aber auch darüber hinaus gebe die Auszeichnung ihnen Rückenwind. „

Die sechs Finalisten haben sich unter 52 Projekten durchgesetzt. Gleich drei Ideen aus Waldeck-Frankenberg haben es in die Endrunde geschafft. Zwei Initiativen aus dem Vöhler Raum erhielten Anerkennungsurkunden: Alle Basdorfer Vereine haben sich zusammengetan, um die letzte Gaststätte des Ortes zu erhalten. Das „Kutscherhus“ ist solide aufgestellt und ein Treffpunkt für Einheimische und Touristen.

Alle Institutionen mit Jugendarbeit in Vöhl haben sich im Projekt „Gemeinsam für die Jugend“ gebündelt. Ortsbeirat, Kindergarten, Grundschule, Feuerwehr, Vereine und Gemeinde arbeiten zusammen und ermöglichen ein breites Freizeitangebot. „Das heute drei Projekte aus dem Landkreis unter den Top sechs vertreten waren, zeigt das starke Engagement in unserer Region“, erklärte Anna Blum, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg.(wf/r)

Mehr in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgmeine

Quelle: HNA

Kommentare