Biogasanlage: EGF überlegt nun doch Einsatz von Gülle

Frankenberg. Das Thema Neubau einer industriellen Biogasanlage an der Kreisstraße 117 nahe der Kernstadt Frankenberg bleibt spannend. Eine Bürgerinitiative, die das geplante Bauvorhaben verhindern will, hat bereits eine Klage in Erwägung gezogen.

Und neben dieser Bürgerinitiative hat nun auch der Frankenberger Nabu/Naturschutzjugend die geplante Anlage entschieden abgelehnt – insbesondere deshalb, weil der Betreiber den Einsatz von landwirtschaftlichen Reststoffen wie Gülle kategorisch ablehne.

„Aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen denken wir darüber nach, für die Biogasanlage nun doch Gülle einzusetzen“, sagte am Mittwoch Karl-Heinz Schleiter, der Geschäftsführer der Frankenberger Energiegesellschaft, auf HNA-Anfrage. Die Energiegesellschaft Frankenberg ist neben dem Maschinenring Waldeck-Frankenberg einer der beiden Investoren der geplanten Anlage.

Laut Schleiter befindet sich die EGF auch bereits in Verhandlungen mit einem heimischen Landwirt: Der soll die Gülle für die Biogasanlage anliefern. Schleiter bestätigte allerdings, dass die bisherigen Planungen ohne den Einsatz von Gülle erfolgt seien: „Das war unwirtschaftlich.“ Erst durch das Ende Juli geänderte Gesetz für erneuerbare Energien habe es ein Umdenken gegeben: „Durch die Gesetzesänderung wird der Einsatz von Gülle nun gefördert“, erläuterte Schleiter.

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Quelle: HNA

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