Neue Feuerlösch-Reserve unter ehemaligem Muna-Wasserhaus

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Spurensuche unter der Erde: Mit dem Handscheinwerfer stiegen Thomas Neugebauer (rechts) und Bernhard Bock in den ehemaligen Muna-Wasserbehälter

Burgwald. Abgeblätterte Farbreste schimmerten grün von den Wänden, als der Schein der Handlampe in der Dunkelheit über die schweren unterirdischen Betonzwischenwände glitt.

Thomas Neugebauer, Wassermeister der Gemeinde Burgwald, und Bernhard Bock, Geschichtsforscher vom örtlichen Kulturverein, gingen im alten Muna-Wasserhaus jetzt noch einmal auf unterirdische Spurensuche, bevor in den nächsten Tagen die Freiwillige Feuerwehr Burgwald die Kammern nach Jahrzehnten erstmals wieder mit 150 Kubikmeter Wasser als zusätzliche Brandschutzreserve füllen wird.

Und das war der Anlass für die Reaktivierung eines fast vergessenen Wasserbehälters: Als am 10. Dezember 2009 ein Wohnhaus an der Hauptstraße gegenüber der Gemeindeverwaltung abbrannte, fielen zeitweilig die überlasteten Pumpen des Versorgungssystems aus, sodass Löschwasser mühsam aus Frankenberg herangefahren werden musste. „Da kam uns die Idee, für den oberen Bereich des Ortsteils Burgwald eine weitere Feuerlösch-Reserve zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Lothar Koch.

Wassermeister Neugebauer stieg erstmals wieder in die Kaverne des Wasserhauses, von der aus während des Krieges die gesamte Anlage der ehemaligen Munitionsanstalt (Muna) mit Wasser versorgt worden war. Mit relativ geringen Mitteln, so stellte er fest, könnte dieser Behälter wieder reaktiviert werden.

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Quelle: HNA

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