Louis Janssens stellt niederländisches Paar ein

Neue Gastgeber in Restaurant und Rezeption im Feriendorf

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Eva Sietsma und Rudy Karrenbeld sind die neuen Betreiber des Restaurants im Feriendorf. Sie übernehmen auch die Vermietung von 65 Häusern. Foto: Andrea Pauly

Frankenau - Überall ist etwas zu tun: Auf der Terrasse bringen Handwerker einen neuen Zaun an, vor der Tür zur Rezeption stehen Blumen zum Einpflanzen bereit, alle paar Minuten klingelt das Telefon: Eva Sietsma und Rudy Karrenbeld haben alle Hände voll zu tun.

Der Betreiber des Ferienparks Louis Janssens hat das niederländische Paar eingestellt, um die Rezeption und das Restaurant zu betreiben und für die Pflege des Parks zu sorgen. Im September hatten die beiden erstmals Kontakt zu Janssens, der ebenfalls Niederländer ist. Im Dezember fiel die Entscheidung, schon im Februar begann das neue Leben des 45- und der 28-Jährigen in Deutschland. Ihre Arbeit in Holland habe sie gekündigt, das Haus aufgegeben, berichtet Eva Sietsma.

Ihnen gefällt die Ruhe im Feriendorf. Den angrenzenden Nationalpark sehen sie als wichtiges Argument für die Gäste. Entscheidend für die Zusage sei aber der persönliche Eindruck gewesen: Sie hätten sich sofort vorstellen können, in Frankenau zu leben. „Wenn das hier nicht klappt, haben wir ein Problem“, sagt sie. Allerdings macht sie dabei keinen besorgten Eindruck: Das Paar ist voller Hoffnung, dass es den Ferienpark „aufpolieren“ kann.

Dafür soll erst einmal der Gesamteindruck verschönert werden. Die Bäume und Büsche haben sie bereits so beschnitten, dass von der Terrasse der Blick auf die Minigolfanlage und den Teich frei geworden ist. Ein kleiner Strand soll am Ufer angelegt werden werden. „Alles soll noch schöner aussehen und ein Urlaubsgefühl vermitteln“, beschreibt Eva Sietsma ihr Ziel. Rechtzeitig zum Sommer wollen sie so viel wie möglich geschafft haben.

Mit mehr Werbung und einem besseren Internetauftritt will das Paar mehr Gäste für den Ferienpark gewinnen - übrigens nicht nur aus den Niederlanden, sondern auch aus Deutschland und Belgien. Aber auch die Stammgäste sollen sich wohlfühlen, ergänzt Karrenbeld.

Seit zwei Wochen ist das Restaurant am Wochenende geöffnet. Karrenbeld bereitet Vorspeisen, Suppen, Salate, Fleisch, Gerichte für Kinder und verschiedene Desserts zu. Die Öffnungszeiten sollen nach und nach ausgeweitet werden - auf sechs Tage pro Woche im Sommer, sagt Eva Sietsma. - Neben der Gastronomie sind die beiden auch für die Vermietungen der 65 Ferienhäuser verantwortlich, die nicht von den Eigentümern in Eigenregie verwaltet werden. „Wir hoffen, dass die Leute Vertrauen fassen und es mehr werden“, sagt Rudy Karrenbeld. Allerdings habe er Verständnis dafür, wenn die Eigentümer skeptisch sind. „Die haben in den 10,15 Jahren zu viel mitgemacht“, spricht er die zahlreichen Probleme im Feriendorf an.

Eines davon waren die Gruppen, die einige Zeit im Feriendorf ausdauernd und ausgelassen gefeiert haben - so etwas wollen auch sie nicht. „Wir sind kein Party-Park“, betont Eva Sietsma. Feste mit Musik auf der Terrasse des Hauptgebäudes an lauen Sommerabenden hingegen seien durchaus möglich - dann aber nur bis Mitternacht.

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