Jahresabschlussappell an der Kaserne

Neue Herausforderungen im neuen Jahr

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Während des Jahresabschlussappells an der Burgwaldkaserne beförderte Kommandeur Holger Schmör (rechts) einige Soldaten und wünschte viel Glück im neuen Dienstrang.Foto: Malte Glotz

Frankenberg - Ehrliche Anerkennung und Achtung hat Kommandeur Holger Schmör seinen Soldaten beim letzten Appell des Jahres ausgesprochen - und sie auf neue Aufgaben eingeschworen.

Das Jahr 2013 war ein vielschichtiges an der Burgwaldkaserne: Umstrukturierung, Gedenken an den Anschlag von Kabul, ein neuer Kommandeur - und die ganz alltägliche Belastung durch die Auslandseinsätze und die Ausbildung neuer Rekruten. An all dies erinnerte Kommandeur Holger Schmör beim Jahresabschlussappell am Donnerstag. „Wir haben ein weiteres Jahr geschafft - aber das Jahr hat uns nicht geschafft“, sagte der Oberstleutnant vor 400 Soldaten und einigen zivilen Mitarbeitern der Kaserne. Er sprach ihnen allen seine „ehrliche Anerkennung und Achtung“ aus. Die hohe Leistungsfähigkeit bei ständiger Belastung habe den Frankenberger Verband immer ausgezeichnet.

„Doch wo viel Licht, da viel Schatten“, merkte Schmör an: Die personellen und materiellen Belastungen seien ausgesprochen hoch - „und zu allem Überfluss kam dann auch noch ein neuer Kommandeur“, regte er im feuchten Nebel zum Schmunzeln an. Und er dankte seinen Soldaten: Sie alle hätten ihm den Einstieg in die neue Verwendung so gestaltet, „dass ich mich schnell mit der hohen Schlagzahl im Verband verbinden konnte“.

Das Jahr 2014 werde für die heimischen Soldaten „fordernd und interessant“, blickte er voraus. „Gründliche Planung hat schon immer für die nötige Flexibilität in der Ausführung gesorgt“, betonte er. So seien bereits die ISAF-Kontingente 34 und 35 in Planung - Letzteres tatsächlich das letzte der Mission, „dann wieder unter Frankenberger Führung“. Gleichwohl sprach er an, dass die Frankenberger stets „auf das Äußerste vorbereitet“ sein müssten. Die Welt halte viele Herausforderungen bereit.

Für die Soldaten am Standort soll das nächste Jahr aus einer gründlichen Inventur, einem Truppenübungs-Aufenthalt in Wildflecken und einem in Baumholder bestehen.

„Die aktive Nachwuchsarbeit ist für unseren Verband kritisch“, sagte er und bat darum, für die Arbeit bei der Bundeswehr und beim EloKa zu werben. Schließlich beförderte Holger Schmör sechs junge Soldaten, darunter den letzten Marinesoldaten am Standort. Ihnen, wie der gesamten Truppe wünschte er viel Glück - und stets eine wohlbehaltene Heimkehr.

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