Sanierung der Auestraße

Neue Kanäle und Belag für Auestraße

+
Mitglieder von Magistrat, Verwaltung und bauausführender Firma geben den Startschuss für die Sanierung der Auestraße, die rund sieben Monate dauern soll.

Frankenberg - Diese Straße hat es bitter nötig: Rettungswagen, Feuerwehren, Einkäufer und mit Mitarbeiter von Hessen Mobil nutzen täglich die Auestraße. Nach 50 Jahren wird die seit gestern saniert.

Die größten Pfützen in Frankenberg entstehen nach jedem Regen in der Auestraße auf Höhe des Kugel-Geländes. Fußgänger müssen flüchten, wenn Autos die kleinen Teiche nicht rechtzeitig entdecken – und meistens hilft auch das nicht. Damit soll Schluss sein. Seit gestern wird die Aue­straße umfassend saniert, zum ersten Mal seit ihrem Bau in den frühen 1960er-Jahren.

„Jeder, der hier vorbeifährt, weiß, wie kaputt die Straße ist“, wies gestern bei Baubeginn Bürgermeister Rüdiger Heß auf den Zustand der Straße hin. Dabei ist es gerade in dieser Straße bedeutsam, dass sie gut zu befahren ist: Die Auestraße ist der wichtigste Weg für Rettungswagen des Roten Kreuzes und die Fahrzeuge der Feuerwehr. Da die Bauarbeiten sieben Monate dauern, ist auch an diese beiden wohl wichtigsten Anlieger der Straße gedacht: Im ersten Bauabschnitt können sie sie in Richtung Berleburger Straße frei befahren. Wenn später dort gebaut wird, soll der Weg vom DRK-Gelände über das Katas­trophenschutzzentrum auf die Berleburger Straße führen.

Beginn ist jedoch auf Höhe des tegut-Marktes: „Diesen für Frankenberg sehr wichtigen Markt können die Kunden zum Glück jederzeit über die Siegener Straße anfahren“, sagte der Bürgermeister. Doch auch an dieser Straße muss schon bald gebaut werden: Wenn die Aue-straße fertiggestellt wird, hat nach derzeitigen Planungen das Frankenberger Tor schon geöffnet. Und für das Einkaufszentrum wird die Verkehrsführung von Röddenauer und Siegener Straße angepasst. „Wir haben schon zusammengesessen, um die Thematik zu klären“, sagte Heß in Anwesenheit von Bauamtsleiter Karsten Dittmar und dem am 1. Mai neuen Ordnungsamtsleiter Carsten Buch.

Sicher ist, dass für den Durchgangsverkehr die Auestraße mittelfristig tabu ist. Erst wenn der erste Bauabschnitt bis auf Höhe von Hessen Mobil fertiggestellt ist, darf dieser wieder frei befahren werden. Anwohner sollen stets auf ihre Grundstücke können. Sollte dies mal nicht möglich sein, dann nur kurzfristig und nach voriger individueller Ankündigung, versprach Heß.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 1,04 Millionen Euro. 580000 Euro davon entfallen auf den reinen Straßenbau – die Hälfte davon müssen die Anlieger tragen. „Wir hatten aber eine letzte Anliegerversammlung, die sehr gut war“, sagte Heß. Viele Ideen aus der Anliegerschaft seien dabei aufgekommen, einige ins Konzept einbezogen worden. So sollen etwa Pflanzinseln das erreichen, was jetzt die Schlaglöcher tun: den Verkehr verlangsamen. Bevor es so weit ist, muss allerdings auch im Boden gearbeitet werden: Die EGF verlegt unter der Auestraße gut einen Kilometer neue Frisch- sowie Schmutzwasserkanäle. „Wir erneuern 40 Hausanschlüsse“, sagte Geschäftsführer Karl-Heinz Schleiter. 374000 Euro würden in den Kanalbau, 81000 Euro in neue Wasserleitungen fließen.

Ausführen darf all diese Arbeiten ebenfalls ein Anlieger: Die Ausschreibung hat die Firma Mütze für sich entschieden. „Man hat natürlich einen gewissen Vorteil, wenn weitere Anfahrtskosten entfallen“, sagte Geschäftsführer Ulrich Mütze bei Baubeginn.

Kommentare