Somplarer feiern gemeinsam

"Neue Mitte" stärkt Dorfgemeinschaft

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Bromskirchen - Die "neue Mitte" von Somplar ist fertig. Bei der offiziellen Übergabe sind die Einwohner dazu aufgerufen worden, das umgestaltete Bauernhaus als neuen Treffpunkt zu nutzen

Mit einem Dorffest haben die Somplarer ihre „neue Mitte“ gefeiert. Ortsvorsteher Holger Christ zeigte sich wie Bürgermeister Karl-Friedrich Frese stolz auf das Geschaffene. Beide riefen, ebenso wie die Landtagsabgeordnete Daniela Neuschäfer und der Planer Bernd Wecker, dazu auf, das renovierte und umgestaltete frühere Bauernhaus „Am Kamp 2“ als Treffpunkt zu nutzen.

Christ sagte: „Hier können wir Bürger Dorfgemeinschaft leben, miteinander feiern, spielen und miteinander reden.“ Ganz unterschiedliche Veranstaltungen sollen in der neuen Mitte ausgerichtet werden. „Der Naturliebhaber findet im Bereich des neuen Bachlaufs ein idyllisches Plätzchen und für die Kinder wurde eine Landschaft geschaffen zum Spielen, Planschen und Erkunden der eigenen Geschicklichkeit“, erklärte der Planer. Vor allem seien die Bürger gefragt, sich dort zu treffen und miteinander zu reden. Im Erdgeschoss könnten künftig Familien- oder Vereinsfeste gefeiert werden.

Zukunftsmusik ist noch ein „Markttreff“ zum Einkaufen. Dieses Projekt will Christ als nächstes in Angriff nehmen.

Das Freigelände gegenüber des neu gestalteten Gebäudes beherbergt eine ganze Reihe von Spielmöglichkeiten: Eine Rutsche, ein „Felsenmeer“ zum Klettern und ein Balancierseil laden zur Betätigung ein. Die Wasserläufe der Nuhne und der entrohrte Somplarer Bach laden zum Spielen ein. Bürgermeister Frese erklärte, dass die Umsetzung der Dorferneuerungsprojekte 705.000 Euro gekostet habe. Vom Land Hessen kamen 463.700 Euro Zuschüsse. Die Baukosten für den multifunktionellen Dorftreff betrugen 342.000 Euro bei einem Landeszuschuss von 173.000 Euro. Die Gestaltung der Freiflächen, Außenanlagen, des Spielplatzes und die Kosten der Gewässerrenaturierung summierten sich bislang auf 301?000 Euro, von denen das Land 255?000 trug. Für die Arbeiten am benachbarten Kirchenvorplatz entstanden Ausgaben von 32.000 Euro bei Zuschüssen von 21.000 Euro. Für den Grunderwerb mussten 29.700 Euro gezahlt werden bei einem Zuschuss von 14.300 Euro.

Das Dorffest am Wochenende begann mit einem Gottesdienst, den Pfarrerin Ruth Schönfeld gestaltete. Mit der neuen Dorfmitte beginne ein neuer Abschnitt der Somplarer Dorfentwicklung. „Durch das Projekt werden Vergangenheit und Zukunft des Dorfes sinnvoll verwoben.“ Der Treffpunkt könne als Begegnungsstätte zu einer höheren Lebensqualität führen. Alphörner erklingen Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes gestalteten der Bromskirchener Posaunenchor und der Somplarer Singkreis. Zum Ende des kleinen Festakts überreichten die Planer Bernd Wecker und Ute Friedrich ein Schild, das am Eingang des umgebauten Hauses angebracht werden soll. Zur allgemeinen Überraschung erklangen aus Richtung der nahen Nuhne Alphornklänge. Ein Ständchen gaben die „Nuhnetaler Alphornbläser“ als Startschuss für das erste große Dorffest in der „neuen Mitte Somplars“. (ied)

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