Battenfeld

Neue Radwegebrücke: Millimeterarbeit mit 40 Tonnen Stahl

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- Allendorf-Battenfeld (da). Battenberg und Battenfeld verbindet künftig eine neue Radwegebrücke. Drei Elemente wurden am Donnerstag in Millimeterarbeit auf die Pfeiler gesetzt.In ein bis zwei Wochen kann die neue Brücke über die Eder von Radlern, Skatern und Spaziergängern genutzt werden.

Auf der Ederbrücke verläuft künftig unter anderem der Ederradweg. Die bisherige Überquerung war im vergangenen Jahr abgerissen worden. Sie stammte aus den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts und war seit mehreren Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt.

Am Donnerstag hob ein mächtiger Kran die drei jeweils rund 13 Tonnen schweren Brückenteile auf die Betonsockel. Sie sind zusammen 53 Meter lang. Für die Arbeiter bedeutete es eine Millimeterarbeit, die Elemente genau einzupassen. Die Stahlkonstruktionen waren zuvor mit Tiefladern von Eschwege, wo sie produziert worden waren, zur Montage nach Battenfeld gebracht worden.

Viele Schaulustige verfolgten die Arbeiten: Neben den Kindern der Battenfelder Kindertagesstätte schauten sich auch einige Rentner an, wie eine Brücke entsteht. Die Vorarbeiten hatten bereits im Oktober begonnen. Nach dem Abriss der alten Brücke und dem Entfernen aller Reste waren die Betonpfeiler gegossen und die Auffahrten befestigt worden. Im Winter herrschte auf der Baustelle Ruhe.

Die Brücke besteht aus einer verzinkten Stahlkonstruktion, den Untergrund bilden angeschraubte Holzbohlen. Der Weg ist 2,50 breit, zwei Radfahrer haben nebeneinander Platz. Die Überführung ist seit jeher eine wichtige Verbindung gewesen. Unter anderem führte an gleicher Stelle von 1927 bis 1934 eine Holzbrücke über die Eder. Inzwischen ist sie vor allem für den Radtourismus wichtig. Landwirte, die Flächen jenseits der Eder bearbeiten, können die Brücke nicht mit Schleppern befahren. Sie können die Furt nutzen, die direkt neben der Brücke angelegt ist.

Die Gesamtkosten des Baus belaufen sich voraussichtlich auf 530 000 Euro. Dazu gibt es einen Zuschuss vom Land in Höhe von 308 000 Euro. Weil Fernradwege über die Brücke führen, sind die Fördermittel höher als sonst üblich.

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