Ernsthäuser Reitverein

Neue Reithalle sichert die Jugendarbeit

+
Ein Reitplatz musste der neuen Halle des Ernsthäuser Reitvereins weichen. Damit ist die Jugendarbeit im Winter gesichert.

Burgwald-Ernsthausen - Von der Idee bis zur fertigen Reithalle hat es eineinhalb Jahre gedauert. Gestern hat der Ernsthäuser Reitverein das neue Gebäude mit einem Einritt seiner Bestimmung übergeben.

Bei strahlendem Sonnenschein haben junge Mitglieder des Ernsthäuser Reitvereins gestern einen Ausritt im Gelände gemacht. Nach der Tour ging es für die Reiterinnen direkt in die neue Halle, die der Verein auf dem Reitgelände errichtet hat. Die ersten Hufe, die den Sand auf der neuen Reitbahn berührten, waren die von Timor. Er ist 29 Jahre alt und damit das älteste Pferd im Verein. Er gehört zu der sechsjährigen Jule Hielscher, dem jüngsten Mitglied. Gemeinsam durften die beiden gestern den ersten Ritt in der Halle wagen.

Mit einer kleinen, vereinsinternen Feier haben die Ernsthäuser Reiter die Halle gestern ihrer Bestimmung übergeben. Die offizielle Einweihung folgt im September und wird zusammen mit dem 30-jährigen Vereinsbestehen gefeiert.

„Im Winter ist unsere komplette Jugendarbeit, die wir im Sommer geleistet haben, zusammengebrochen“, sagt Heinrich Simon. Der Vorsitzende der Ernsthäuser Reiter erklärt, dass dadurch jedes Jahr in der Arbeit mit den Jugendlichen und den Pferden ein Neustart gemacht werden musste. Deswegen entschied der 140 Mitglieder zählende Verein sich, eine Reithalle zu bauen. Dafür musste einer von drei Reitplätzen im vergangenen September weichen. Die neue Halle wurde am 19. September geliefert und von einem Monteur wurden die Ständer und das Dach zusammengesetzt.

Die restlichen Arbeiten habe der Verein laut Simon in Eigenleistung übernommen. „Fünf bis zehn Mitglieder waren immer hier und haben tausende Arbeitsstunden? geleistet.“ Gekostet hat die neue Halle etwa 130.000 Euro. Finanziert wurde die Halle vom Verein über Eigenkapital, ein Darlehen und Fördergelder in Höhe von 70.000 Euro. In der Halle verbirgt sich eine 20 auf 40 Meter lange Reitbahn. „Das ist die Mindestgröße, um darin Prüfungen zu ermöglichen“, erklärt der Vorsitzende. Weitere Räume schließen sich an die Bahn an. Sie sind noch im Rohbau und sollen „irgendwann später“ zu einem Schulungsraum und Toiletten ausgebaut werden.

Vor der Einweihung laden die Vereinsmitglieder in ihrem Festjahr zu einem Turnier ein. Bis zur Klasse M können Reiter am 16. und 17. Juni ihr Können in Dressur- oder Springreiten zeigen.

1079699

Kommentare