Gemeinde Haina hat 430 neue Straßenlaternen installieren lassen

Neue Technik kostet weniger Energie

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Moderne LED-Lampenköpfe, wie sie Betriebsmonteur Martin Noll (vorn) in der Hand hält, sind in allen Wohnstraßen der Großgemeinde Haina – im Bild die Grauhecke – montiert. Über die problemlose Umsetzung des Gemeinschaftsprojekts freuen sich Marcus Hief von Eon Mitte, Bürgermeister Rudolf Backhaus und der Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg, Karl-Heinz Schleiter (von rechts). Foto: Andrea Pauly

Haina (Kloster) - Knapp 430 neue Straßenlaternen leuchten in den Orten der Großgemeinde Haina. Zwei unterschiedliche Modelle erhellen in den dunklen Stunden die Durchgangsstraßen und die Wohngebiete.

Weniger Kosten und weniger Energieverbrauch und damit mehr Klimaschutz – das sind die Gründe für die Umstellung der Straßenbeleuchtung in der Kellerwaldgemeinde. Die neue Beleuchtung soll jährlich etwa 105?000 Kilowattstunden Strom weniger verbrauchen als die bisherige Technik. Damit werden nach Angaben von Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus 44 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen. Außerdem entstünden weniger Wartungskosten, weil die neuen Lampen eine höhere Lebensdauer haben: Sie sollen bis zu 55.000 Stunden leuchten.

Zwei neue Lichttechniken Zwei verschiedene neue Lichtquellen erhellen die Straßen in den Ortsteilen: 324 LED-Lampen mit weißem Licht strahlen in den Wohngebieten, die Durchgangsstraßen wurden mit mehr als 100 Natriumdampflampen ausgestattet, deren Licht gelb scheint. Sie haben einen etwas höheren Energieverbrauch als die LED-Lampen, aber leuchten auch etwas besser aus, sagte der Leiter der Eon-Netzregion Biedenkopf, Marcus Hief.

Acht Wochen hat der Austausch der Lampen gedauert. Für die Umrüstung auf energiesparende Beleuchtung erhält die Gemeinde Haina einen Zuschuss aus dem Bundesumweltministerium in Höhe von 29.000 Euro. Die Gemeinde muss noch 104.000 Euro zahlen. „Jetzt wollen wir diese Investition in den nächsten Jahren über die niedrigeren Energiekosten amortisieren“, sagte Backhaus. Nach der Umstellung hatten sich bereits einige Bürger wegen der ungewohnten Lichtkegel gemeldet. Burkhard Schmidt vom Regionalzentrum Süd der Eon Mitte AG wundert das nicht: Durch das konzentrierte Licht der LED-Lampen sei der Kontrast zwischen Hell und Dunkel stärker, sodass der Eindruck entstehe, es sei insgesamt dunkler. Das sei aber nicht der Fall.

Die Eon Mitte AG hat die Umrüstung gemeinsam mit der Energiegesellschaft Frankenberg umgesetzt. Backhaus lobte die problemlose und schnelle Ausführung. Das Kompliment gab Marcus Hief von Eon zurück: „Die Abstimmung im Vorfeld ist gut gelaufen. Dann ist das auch kein Problem“.

In der Gemeinde Haina schalten sich die Straßenlaternen automatisch in der Dämmerung ein und leuchten bis ein Uhr nachts. Sie werden dann wieder um 5 Uhr morgens aktiviert. Rudolf Backhaus bat Hief außerdem um Angebote für eine energiesparende Beleuchtung der drei Sportplätze in der Großgemeinde sowie für eine solarbetriebene Straßenlaterne mit Zeitsteuerung für die Bushaltestelle in Haddenberg. Dort gibt es Probleme mit der Verkabelung, sodass eine Standardlampe nicht optimal wäre. (apa)

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