Frohnhausen

Neue Verbindung zwischen Dörfern

- Battenberg-Frohnhausen (da). Mit dem Fest "Teer an Teer" feierten Bürger aus Frohnhausen und Oberasphe die Asphaltierung des Kirchwegs.

„Auf diesem Weg sind seit Jahrhunderten die Oberasphe jeden Sonntag morgen nach Frohnhausen gegangen.“ Liesel Hallenberger von Kirchenvorstand beschrieb in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Kirchweges, der schon lange die direkte Verbindung zwischen den beiden Dörfern herstellt. Seit diesem Sommer ist er asphaltiert – dank der Unterstützung der Jagdgenossemschaften, die den größten Teil der Kosten getragen haben.

Beide Dörfer bilden zusammen eine Kirchengemeinde – dazu passte die Feier eines gemeinsamen Gottesdienstes zu Beginn des Fests „Teer an Teer“. Pfarrerin Michaela Frischholz gestaltete den Erntedank-Gottesdienst vor dem eigentlichen Fest. Die musikalische Umrahmung übernahmen der Frohnhäuser Posaunenchor unter der Leitung von Heiko Belz und der MGV Oberasphe mit Dirigent Uwe Gerike.

Insgesamt kostete der Weg rund 35 000 Euro, berichtete Frank Runzheimer, Vorsitzender der Frohnhäuser Jagdgenossenschaft. Den größten Teil übernahmen die Oberaspher Jagdgenossen, weil auf deren Gebiet auch der längste Teil der Trasse verläuft. Die Stadt Battenberg gab einen Zuschuss, die Gemeinde Münchhausen übernahm die Kosten für ein Gutachten. Runzheimer dankte den Helfern, vor allem dem Oberaspher Ortsvorsteher Gerhard Hallenberger. Unter dessen Leitung war der Weg gebaut worden. In seiner Vertretung nahm Vize-Ortsvorsteher Horst Wagner an der Feier teil.

Die Grenze, über die der Weg führt, trennt nicht nur die Stadt Battenberg von der Gemeinde Münchhausen, sondern auch die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf. Münchhausens Peter Funk und sein Battenberger Amtskollege Heinfried Horsel würdigten indes die guten Verbindungen zwischen beiden Orten. „Eine Grenze haben wir eigentlich nicht“, sagte Funk. „Die Dörfer gehören zusammen.“ „Hier wurde etwas geschaffen, das allen dient“, sagte Frohnhausens Ortsvorsteher Bernd Strieder. Der Weg bringe die Bürger beider Dörfer näher zusammen und werde rege genutzt – nicht nur von Landwirten, sondern auch von Spaziergängern und Freizeitsportlern.Nach dem Gottesdienst saßen Oberaspher und Frohnhäuser noch lange zusammen, genossen kühle Getränke, Würstchen, Kaffee und Kuchen. Für Kinder war eine Hüpfburg aufgebaut.

Es war übrigens nicht das erste „Teer-an-Teer“-Fest: In den vergangenen Jahren waren unter anderem Feldwege zwischen Laisa und Wollmar sowie zwischen Laisa und Frohnhausen asphaltiert worden, was jeweils mit einem zünftigen Fest gefeiert wurde.

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