Gemünden

Neue Widerstandseiche an der Gemündener Hammermühle gepflanzt

- Gemünden. In der Walpurgisnacht pflanzten Mitglieder und Freunde des Waldeck-Frankenberger BUND und des Netzwerks „Stop A4“ nahe der Hammermühleeine neue Widerstandseiche gegen den Bau der Bundesfernstraße A4.

Viola Wagner und Anke Schütz tanzten auf Strohbesen um den Baum. Wolfgang Lückert belegte die Eiche mit einem „Zauber“. Ein Feuerkünstler sorgte mit Akrobatik für stimmungsvolle Lichteffekte. Zehn Monate nach dem Pflanzen der ersten Eiche an der Landesstraße nach Lehnhausen nahe der Hammermühle hatte der BUND diese zweite Aktion organisiert. Die erste Eiche hatten Unbekannte im Winter abgesägt – die FZ berichtete.

Kurz vor Mitternacht zogen die rund 30 Teilnehmer mit Fackeln zum Baumstandort, der auf der in der Machbarkeitsstudie ausgewiesenen Trasse der Bundesfernstraße Olpe – Hattenbach liegt. „Eiche, du sollst lange leben“, riefen sie bei der Versenkung einer Flasche mit dem Zauberspruch unter der Wurzel. Wolfgang Lückert verlas die Verse, die dafür sorgen sollen, dass sich künftig kein Umweltfrevler mehr an dem stattlichen Baum vergreift. Einer der Höhepunkte der abendlichen Pflanzaktion war der Auftritt des Feuerkünstlers Jaschar Sahl aus Schauenburg. Mit an Ketten durch die Luft geschleuderten „Feuerpois“ sorgte er für musikuntermalte Lichteffekte im Dunkeln.

An der Baumpflanzaktion nahmen auch Mitglieder des Netzwerks aus dem Siegerland, dem Marburger Land, Frankenberg, Schwalmstadt sowie einige Gemündener teil. Die 13. Widerstandseiche des Netzwerks „Stop A4“ wurde am gestrigen Sonntag bei Netphen-Unglinghausen gepflanzt. (sr)

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