Zweitägige Messe „Bauen, Wohnen und Leben“ kommt bei Ausstellern und Besuchern bestens an

Mit neuem Konzept zu neuem Rekord

Interessiertes Publikum und zufriedene Aussteller: Eine positives Messebilanz zieht Sieghardt Huthwelker (links).

Frankenberg - Stromsparende LED-Lampen, zeitsparende Rasenmäher-Roboter, energiesparende Heizungen: Effizienz in allen Ausprägungen war ein Schwerpunktthema der Messe in der Ederberglandhalle, zu der Tausende Menschen aus der Region nach Frankenberg kamen.

Der Sonntag ist seit Jahren der stärker frequentierte Tag der Messe „Bauen und Wohnen“, die erstmals um das Themenfeld „Leben“ erweitert wurde. Und doch waren die meisten Aussteller schon mit Verlauf des Samstags hochzufrieden. „Wir hatten schon deutlich ruhige Samstage“, sagt Alexander Finger vom gleichnamigen Werkmarkt in Frankenberg. Den Hauptgrund sieht er im Wetter, das am ersten Messetag nicht besser hätte sein können. „Es war kalt genug, um nichts anderes zu unternehmen, und warm genug, um vor die Tür zu gehen.“

„Dank Messe neue Kunden“

Bei strahlend blauem Himmel führte der Juniorchef jedenfalls viele gute Gespräche mit Kunden. Besonders groß war ihr Interesse an den Roboter-Rasenmähern, die Finger vor der Ederberglandhalle zeigte. „Viele wissen noch nichts damit anzufangen.“ Doch das Interesse an den Robotern, die selbstständig den heimischen Rasen kurzhalten, sei groß. Sein Mitarbeiter Norbert Völker ist mit dem Messeverlauf ebenfalls zufrieden. Kurz zuvor habe er einen Messebesucher aus Marburg beraten. „Er ist dann gleich in unser Geschäft gefahren und hat gekauft. Wir haben Dank der Messe somit mindestens einen neuen Kunden gewonnen.“

Kundenkontakte geknüpft hat auch Ralf Spalding, der auf der Messe Photovoltaikanlagen präsentiert. „Die Nachfrage ist groß“, sagt der Viermündener und verweist auf die weiter steigenden Strompreise. Insofern sei eine Investition in die „eigene Stromversorgung“ nach wie vor interessant. „Bauen, Wohnen und Leben“ biete gute Gelegenheiten, mit Kunden ins Gespräch zukommen und im Nachgang individuelle Beratungen anzubieten. Diese Strategie verfolgt auch Werner Kruppa aus Viermünden. „Viele wissen, dass in naher Zukunft die Heizungen ausgetauscht werden müssen. Sie kommen hierher, um sich schon einmal zu informieren.“ Hin und wieder werde auch mal über einen Preis für einen modernern Wärmeerzeuger gesprochen, „doch die Details müssen dann schon vor Ort geklärt werden“.

Neuland hat mit der Messepräsenz Jörg Hoch mit seinem Lampenstudio betreten. An seinem modernen Messestand zeigt er ausschließlich Lampen mit LED-Technik. „Das ist momentan das Thema“, sagt er und verweist auf den geringen Stromverbrauch dieser Lampen. Seine Entscheidung, sich erstmals zu beteiligen, bereue er jedenfalls nicht. „Ich bin sehr zufrieden, dass ich dabei bin. Ich habe gute Gespräche geführt.“

Dieses Fazit zieht auch Sieghardt Huthwelker, einer der Initiatoren und Hauptorganisatoren der zwölften Messe, an der sich 17 Firmen aus der Region beteiligen. Er sieht sich vor allem in seiner Auffassung bestärkt, dass ein zweijähriger Rhythmus für diese Messe genau das richtige ist. „Dann haben auch alle Aussteller wieder neue Produkte im Programm, die sie präsentieren können.“ In den vergangenen Jahren war die Leistungsschau des Frankenberger Fachhandels jeweils alle zwölf Monate organisiert worden. Zu den Neuheiten seines Auftritts zählt unter anderem ein großer Esstisch mit vier Zentimeter dicker Stammbohle und einer Naturkante, die die charakteristische Struktur des Stammes in Szene setzt.

In Dialog mit Stadt treten

Der Besucherresonanz habe das Jahr Pause jedenfalls keinen Abbruch getan, sagt Huthwelker. „Die Frequenz war viel stärker als zuletzt.“ Er schätzt allein das Plus am Samstag auf 30 bis 40 Prozent. Und auch der Sonntag sei stärker frequentiert worden. „Ich schätze, dass es diesmal sogar mehr als 5000 Gäste waren.“ Auch das neue Messekonzept mit freiem Blick von der Bühne bis vor die Ederberglandhalle sei bei den Kunden gut angekommen. Und den offiziellen Messerundgang mit Bürgermeister Rüdiger Heß hätten die Aussteller genutzt, um den Dialog mit der Stadt zu intensivieren, berichtet er. „Herr Heß teilt die Auffassung, dass es wichtig ist, die Messe weiter zu etablieren.“ Im Nachgang solle gemeinsam überlegt werden, ob sich auch die Stadt intensiver in die Organisation einbringen kann.

Für Farbe auf der Messe sorgte unter anderem Henkel Heimdecor aus Battenfeld mit Tapeten und Gardinen. Uwe Henkel war am Sonntag begeistert: „Wir haben ein sehr nettes und interessiertes Publikum.“ Er staune, aus welchem Umkreis die Messebesucher kämen. Das Konzept gehe seiner Meinung nach auf. „Es macht Sinn, die Messe alle zwei Jahre zu organisieren.“

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