Ten Brinke verkauft Einkaufszentrum an „TIAA Henderson Real Estate“

Neuer Besitzer für das Frankenberger Tor

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Das Einkaufszentrum „Frankenberger Tor“ in der Röddenauer Straße hat mit der „TIAA Henderson Real Estate“ seit einigen Tagen einen neuen Besitzer.Foto: Archiv/Glotz

Frankenberg - Erst im März wurde das Frankenberger Tor eröffnet. Mit der „TIAA Henderson Real Estate“ steht nun ein neuer Eigentümer im Grundbuch. Für die Mieter ändert sich nichts.

Das Frankenberger Tor hat einen neuen Eigentümer: Der niederländische Investor Ten Brinke hat das Einkaufszentrum an die „TIAA Henderson Real Estate“ verkauft - eine Kapitalverwaltungsgesellschaft, die Immobilienfonds verwaltet. In solche Fonds - in diesem Fall den „Core German Retail Fund“ - investieren Anleger ihr Geld. Eine Mitarbeiterin der Gesellschaft mit Sitz in Hamburg bestätigte die Übernahme, weitere Informationen seien aber erst am heutigen Montag beim zuständigen Mitarbeiter zu bekommen. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. Die Bilfinger Real Estate GmbH in Aschaffenburg hat die Verwaltung des Einkaufszentrums übernommen.

Ten Brinke hatte das Frankenberger Tor für 25 Millionen Euro gebaut, Spatenstich war im Oktober 2013, Einweihung am 2. März diesen Jahres. Flächenmäßig größter Mieter ist der Herkules-Lebensmittelmarkt, der bekannteste ist die Modekette H&M. „Mit H&M ließ sich das Objekt natürlich besser verkaufen“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, für den der Verkauf keine Überraschung war: Erst bauen, dann verkaufen - „das ist das Geschäftsmodell von Ten Brinke als Bauunternehmer und Projektentwickler“, sagt Heß.

Für die Mieter im Frankenberger Tor, die Kunden und den Einzelhandel in der Stadt habe der Verkauf keine Auswirkungen, berichtet Heß. „Kauf bricht nicht Miete“, zitiert Hans-Richard Schneeweiß, Geschäftsführer des Edeka-Hessenrings (Herkules), einen juristischen Grundsatz. Die Mietverhältnisse blieben bestehen, die Mieten seien ja die Grundlage des Käufers, das Objekt überhaupt zu übernehmen. „Unser Mietvertrag ist dadurch nicht beeinträchtigt“, sagt Schneeweiß. Das dürfte auch für alle anderen Mieter gelten.

Hintergrund

Der Fonds „Core German Retail Fund“ der „TIAA Henderson Real Estate“ investiert in Einzelhandelsobjekte wie Fachmarktzentren, SB-Warenhäuser und innerstädtische Einkaufzentren in Deutschland. Das Zielvolumen des Fonds beträgt 400 Millionen Euro bei einer erwarteten jährlichen Ausschüttungsrendite von durchschnittlich 5,5 Prozent. Hinter dem „TIAA Henderson Core German Retail Fund“ steht die Kapitalverwaltungsgesellschaft IntReal (Hamburg), die Immobilienfonds verwaltet. Sie wurde 2009 gegründet und ist nach eigenen Angaben eine der führenden Immobilien-Service-Kapitalverwaltungsgesellschaften in Deutschland.

Von Jörg Paulus

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