Hatzfelder Verein für Burg- und Heimatgeschichte besteht seit 25 Jahren

Neuer Führer: „Burg, Stadt, Kirchen“

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Präsentation des neuen Burgenführers „Hatzfeld an der Eder“ anlässlich der Jubiläumsfeier „25 Jahre Verein für Burg- und Heimatgeschichte“; von links: Sebastian Graf von Hatzfeldt, Bürgermeister Dirk Junker, Gabi Rustemeyer, Dr. Jens Friedhoff, Harald Groß und Heinz Schreiner. Fotos: Regina Hartmann

Hatzfeld - Den neuen „Hatzfelder Burgenführer“ hat der Hachenburger Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff vorgestellt.

Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Hatzfelder Vereins für Burg- und Heimatgeschichte haben auf der Burg und in der Grillhütte das 25-jährige Vereinsbestehen gefeiert. Ehrengast war Sebastian Graf von Hatzfeldt. Als Überraschung kam der „Durstlöschzug“ der Brauereigemeinschaft Beddelhausen. Nach der Begrüßung mit Kaffee und Kuchen stand die Besichtigung der Burgruine auf dem Programm. Die Mitglieder erhielten Informationen über die Vereinsarbeit.

Am Abend präsentierte Dr. Jens Friedhoff im Gewand eines Zisterziensermönchs den druckfrischen Burgenführer. Innerhalb eines halben Jahres entstand das 50-seitige Heft mit zahlreichen Farbaufnahmen, die vom aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand berichten. Damit gewinnt der Betrachter einen breiten Überblick über die verschiedenen Zeiten der Burggeschichte, ihren Auf- und Niedergang, die verschiedenen Bewohner der Familie von Hatzfeldt und das wichtige Verhältnis zu den übergeordneten Mächten, den Landgrafen von Hessen und des Erzstiftes Mainz. „Ich hoffe, diese Festschrift gibt neue Impulse für die zukünftige Arbeit des Vereins. Ihr habt eine tolle Ruine, macht weiter so. Ich bedanke mich für die Möglichkeit, etwas hierzu beizutragen“, sagte Friedhoff.

Familiengeschichte untrennbar mit Stadt Hatzfeld verbunden

Die Geschichte der Burg Hatzfeld steht in engem Verhältnis zur Stadt Hatzfeld, der Religion und ihren kirchlichen Bauten. Diese Themen werden ebenfalls in der neuen Festschrift behandelt, die auf Anregung des Vereins für Burg- und Heimatgeschichte entstanden ist; unter besonderer Mitwirkung der Vorsitzenden Harald Groß und Heinz Schreiner.

Der neue Burgenführer „Hatzfeld an der Eder. Burg, Stadt und Kirchen“ wurde in einer Auflage von 800 Stück gedruckt. Verkaufsstellen sind beim Verein für Burg- und Heimatgeschichte, der Stadtverwaltung, der Touristikzentrale Frankenberg und den Buchhandlungen. Preis pro Stück: fünf Euro.

„Ich lasse sie frei Schalten und Walten auf der Burg und freue mich, dass die Burganlage dadurch so gut erhalten wird. 900 Jahre ist unsere Familiengeschichte untrennbar mit der Burg Hatzfeld verbunden“, sagte Sebastian Graf von Hatzfeldt, der auch ein Grußwort für die neue Festschrift verfasst hat.

Der Verein für Burg- und Heimatgeschichte wurde am 4. September 1989 gegründet und hatte zunächst das Ziel, die Mauerreste der Burgruine zu sichern. Erster Vorsitzender und treibende Kraft war Reiner Mengel, ihm folgte Harald Groß. Zurzeit hat der Verein 239 Mitglieder mit steigender Tendenz. In den vielen Jahren fanden sich immer wieder engagierte Mitglieder, die die Restaurierung der Burg und der Erforschung der Geschichte mit viel Engagement unterstützten. Daraus entwickelte sich eine mehrfach ausgezeichnete „Erfolgsgeschichte“. Gekrönt wurde die Entwicklung durch die Verleihung des Kulturpreises 2013 des Landkreises sowie des Sonderpreises im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ 2014.

Junker: „Burg ist das Wahrzeichen der Stadt“

„Die Burg ist das Wahrzeichen der Stadt. Vielen Dank für die herausragende Arbeit“, sagte Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker. Groß dankte den Gremien der Stadt und Sebastian Graf von Hatzfeld für Erlaubnis zur Nutzung des Burggeländes. Dank ging an die Sponsoren und die aktiven Mitglieder, ohne die in den 25 Jahren die Erhaltung und Erforschung der Burgruine nicht möglich gewesen wäre. „Ich bin stolz auf unsere Mitglieder und den guten Teamgeist“, sagte Groß.

Für ihre 25-jährige tatkräftige Mitgliedschaft im Vorstand wurden Ralf Schmitt als „Finanzmanager“ und Heinz Schreiner als „Kilometermacher und zweiter Vorsitzender“ geehrt. Beide erhielten jeweils ein Überlebenspaket für Männer.

Von Regina Hartmann

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