Frankenberg

Neuer Marketing-Chef im Hotel "Sonne" ist begeistert von Marke GrimmHeimat

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- Frankenberg (rou). Michael Lemke ist als neuer stellvertretender Hoteldirektor für das Marketing der „Sonne“ verantwortlich. Er bescheinigt dem Haus ein "hohes Suchtpotenzial".

Lemke hat schon viele Hotels in Deutschland und der Welt gesehen – und in ihnen gearbeitet. Das Hotel am Marktplatz kannte der 44-Jährige vor seiner ersten Stippvisite vom Erzählen. „Der erste Besuch – und ich bin sofort süchtig geworden“, sagt der Hotelkaufmann, der seit 25 Jahren überwiegend in Marketingabteilungen großer Hotelketten oder kleiner, privat geführter Häuser gearbeitet hat. So wie ihm soll es in Zukunft möglichst vielen Gästen gehen.

„Das Produkt ,Hotel Die Sonne‘ spricht für sich“, sagt Lemke und verweist unter anderem auf die gastronomische Vielfalt und die persönliche Atmosphäre im Hotel am zehntürmigen Rathaus. Als Ziele formuliert der neue Marketingleiter gesetzt, einerseits noch mehr privat motivierte Reisende für das Hotel zu gewinnen, und andererseits „all die Menschen zu binden, die einmal bei uns waren“. Und aus eigener Erfahrung ist er überzeugt: „Wer einmal hier war, der wird schnell süchtig.“

Rund 54 Prozent betrug die Auslastung des Hotels im vergangenen Jahr, 2010 peilt die Hoteldirektion die 60er-Marke in dem 60-Zimmerhaus an, in dem derzeit rund 100 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit arbeiten. Und da außer Geschäftsreisenden in den vergangenen Monaten seit der Fertigstellung des Hauses Markplatz 3 mit dem Spa- und Wellnessbereich auch immer mehr Kurzurlauber und Feriengästen „eingecheckt“ hätten, setzt der stellvertretende Hoteldirektor auch auf indirekte Werbung durch Stammgäste: „Unsere Gäste sollen zu Botschaftern unseres Hotels und der Region werden.“

Vor allem in der Region sieht Michael Lemke viele Argumente, um gemeinsam eine interessante touristische Marke zu bilden. „Frankenberg ist attraktiv, und wird zunehmend attraktiver“, betont der stellvertretende Hoteldirektor und verweist unter anderem auf das neue gastronomische Angebot in der Walkemühle. „Es ist gut, ein differenziertes Angebot zu haben. Denn nur gemeinsam können wir den Standort noch attraktiver machen.“

Sehr froh sei er, dass diese These offensichtlich auch die touristischen Arbeitsgemeinschaften im Altkreis, etwa die Region Burgwald-Ederbergland, aber auch in ganz Nordhessen vertreten würden. Als Beispiel verweist Lemke auf eine Initiative, die von Hoteliers am Rande der Internationalen Tourismusmesse in Berlin (ITB) gestartet worden sei. „Gute Hotels, die ,Perlen Nordhessens‘, wollen gemeinsam vermarktet werden.“ Mit Partnern könnten gemeinsame Arrangements angeboten werden, etwa zum Thema Gourmet: „Ein Abendessen auf Schloss Waldeck, und ein Abendessen in unserem Gourmetrestaurant.“ Die größte Kompetenz der Region sei die Vielfalt.

Begeistert ist Lemke auch von der Initiative des Regionalmanagements, die Tourimusregion zwischen Kassel und Frankenberg unter der Dachmarke „GrimmHeimat NordHessen“
zu bewerben. Die Themen „Romantisches Deutschland“, die „Gebrüder Grimm“ und vor allem die waldreiche Landschaft mit den verschiedenen Angeboten vom Wandern bis zum Tauchen würden in Kombination mit den vielen kleinen, aber hochwertigen Hotels eine hervorragende Basis bieten, auch für internationale Gäste interessant zu sein. Lemke spricht sogar von einem weltweiten Alleinstellungsmerkmal. „Aber die Pflanze ist noch klein, und sie muss langsam entwickelt werden.“ Denn derzeit habe diese Tourismusregion in weiten Teilen noch vor allem den Reiz eines Geheimtipps, glaubt Michael Lemke.

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