Leda GmbH übernimmt komplette Abwicklung

Neuer Partner für Kläranlagen-Bau in Gemünden

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Kommt weg: Die alte Kläranlage in Gemünden wird einer neuen weichen.

Gemünden. Die erst im Juli dieses Jahres gegründete Leda GmbH in Korbach wird ab sofort als Projektsteuerer die Planungen und die komplette Abwicklung des Baus der Kläranlage in Gemünden übernehmen. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss in Gemünden einstimmig beschlossen.

Das heißt: Die Leda GmbH kümmert sich unter anderen darum, dass das Projekt, wofür die Stadt Gemünden 3,16 Millionen bereitstellt, ausgeschrieben wird. Baustart soll noch in diesem Jahr sein.

Für diese Leistungen erhält die Leda GmbH ein Honorar von der Stadt und würde auch einen Bonus erhalten, sollte der Bau der Kläranlage günstiger werden. Auf der anderen Seite müsste sich die GmbH an möglichen Mehrkosten beteiligen.

Harald Plünnecke, Geschäftsführer der Leda GmbH, freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Gemünden. „Es ist für uns das erste Projekt und wir wissen, dass viele Kommunen im Landkreis jetzt auf uns schauen“, sagte der frühere Vöhler Bürgermeister auf Anfrage der HNA. „Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit für alle positiv sein wird."

Dieser Ansicht waren am Donnerstag dieser Woche auch alle Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. Sie votierten in ihrer Sitzung einstimmig dafür, dass die Leda GmbH mit der Projektsteuerung und der Begleitung der Inbetriebnahme der neuen Kläranlage in Gemünden beauftragt wird.

Weil das Ausschreibungsverfahren bereits im Parlament beschlossen worden war, kann die Leda GmbH sofort aktiv werden. „Wir werden nun alle Bauleistungen ausschreiben. Am 27. Oktober endet dann die Frist für die Abgabe der Angebote potenzieller Interessenten“, so Plünnecke. „Dann geht es ins Genehmigungsverfahren. Wir hoffen darauf, dass in diesem Jahr noch mit dem Neubau begonnen wird. Die Kläranlage soll schließlich nächstes Jahr in Betrieb gehen.“

Anders als ursprünglich diskutiert, soll das Ausschreibungsverfahren nicht mit einem Betriebsführungsvertrag gekoppelt werden. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Ausschusses. „Damit ist auch unsere größte Sorge vom Tisch“, sagte Katharina Tils (CDU) auf Anfrage der HNA. Ihre Fraktion hatte schon bei der letzten Stadtverordnetenversammlung Bedenken angemeldet, dass bei einer Ausschreibung mit Betriebsführungsvertrag die Qualität der Anlage leiden könnte. „Die Gefahr hätte darin bestanden, dass die Anlage von einem privaten Betreiber gebaut und betrieben worden wäre, der ausschließlich Gewinnmaximierung angestrebt hätte und uns womöglich aus Kostengründen eine Anlage hingebaut hätte, die nicht gerade die beste gewesen wäre“, sagte Tils.

Plünnecke dazu: „Das Ausschreibungsverfahren läuft jetzt mit Leistungsbeschreibung und Leistungsprogramm. Das heißt: Wenn die Leda GmbH Einsparungen beim Bau der Kläranlage erzielen sollte, wird die Qualität wegen der Vorgabe zeitlicher, rechtlicher und energetischer Rahmenbedingungen trotzdem nicht sinken“, sagt der Geschäftsführer.

Von Philipp Daum

Was weitere Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in Gemünden zum neuen Partner für den Kläranlagen-Neubau sagen, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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