Hatzfeld

Neuer Pfad lockt mit herrlichen Aussichten

- Hatzfeld (da).Vielfältige Aussichten auf das Edertal und die Höhenzüge des Rothaargebirges bietet der neue Rundwanderweg. Er ist zwölf Kilometer lang und führt zu vielen besonderen Punkten bei Hatzfeld.

Die ersten Wanderer haben den neuen Weg schon getestet, berichtet Karl Spies. Er hat die neue Extratour erarbeitet und kümmert sich zusammen mit den anderen Mitgliedern des Verkehrs- und Verschönerungsvereins um die Pflege.„Typisch für diese Mittelgebirgslandschaft sind zahlreiche Auf- und Abstiege“, erklärt er. Start zur Tour ist an der Grillhütte „Vor der Pracht“. Zu den prägnanten Punkten zählt unter anderem die Burgruine mit Blick auf Hatzfeld. Weiter geht es durch den Schneitelwald, der in der Region einmalig ist. Die Hainbuchen wurden in regelmäßigen Abständen auf Stock geschnitten, um eine stärkere Laubbildung für die Tierfütterung zu gewährleisten.

Die Tour bietet Ausblicke aufs Edertal, die 674 Meter hohe Sackpfeife, den Kellerwald und das Rothaargebirge. „Auf der Hardt hat man einen besonders guten Rundblick“, erläutert Karl Spies. Der höchste Punkt mit 500 Metern befindet sich am Kreuzweg.Der „Panoramapfad“ führt weiter vorbei an einer Streuobstwiese zum Brachtsattel. Dort erinnert ein Gedenkstein an den im Ersten Weltkrieg gefallenen Förster Wilhelm Engelhardt. Durch alte Buchenwälder schlängelt sich der Pfad zurück zur Grillhütte.Dort informiert eine Schautafel über den Weg und Besonderheiten. Zum Teil führt die Strecke über ältere Wege wie beispielsweise den 1967 angelegten und 1999 erneuerten Waldlehrpfad.

Vor allem auswärtige Wanderer werden eingeladen, auch in der Stadt vorbeizuschauen und Kirche, Emmauskapelle, Museum oder die Hubertuskapelle zu besichtigen. Informationspulte entlang des „Panoramapfads“ geben Auskunft über besonders interessante Punkte:

Buche: Im Westen sieht man die Ausläufer des Rothaargebirges und das Wittgensteiner Land. Die Berge im Westen bilden die Wasserscheide zwischen Eder und Lahn. Im Nordwesten blicken die Wanderer auf die Pracht und die beiden Gipfel des Bubenberges.

Ebenfeld: Von dort bietet sich ein Blick über den Weiler Ebenfeld nach Dodenau. Zu sehen sind auch die Ausläufer des Sauerlandes und des Kellerwaldes.

Dieweg: Von dort ist auf der anderen Seite der Eder die Emmauskapelle zu sehen.

Hardt: Im Südwesten sieht man auf einen Verbindungsweg ins Lahntal. An dieser alten Handelsstraße, die vom westfälischen Münster ins Rhein-Main-Gebiet führte, entdeckte man bei Straßenarbeiten in den 30er-Jahren Chatten-Gräber. 1989 wurden 26 der 2000 Jahre alten Germanengräber freigelegt und ausgewertet. Im Süden sind Ederberg und Sackpfeife zu sehen, im Osten die Holzhäuser Klippen.

Kreuzweg: Der Name sagt es: Mehrere Wanderwege treffen dort zusammen, so der bekannte Wartburgpfad, der in Hatzfeld beginnt. Nach Südosten geht es über den Gipfel des Ringels­berges nach Holzhausen. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war der Kreuzweg der kürzeste Fußweg für zahlreiche Hatzfelder, die auf dem Reddighäuser Hammer arbeiteten.

Der „Panoramapfad“ ist einer von sieben zertifizierten Wanderwegen zwischen Frankenberg und Hatzfeld. Die Markierung besteht aus einem gelben „P“ auf blauem Grund.

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