Königsschießen in Allendorf

Neuer Schützenbruder wird Regent

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Die neuen Allendörfer Königspaare mit ihrem Hofstaat (vorne, v.l.): Das Ehrenkönigspaar Gerlinde und Reiner Jakobi, das regierende Schützenkönigspaar Marina und Ulrich Hiemer und das Jugendkönigspaar Leonie Günther und Tim Lichtblau. Fotos: Willi Arnold

Allendorf (Eder) - Ulrich Hiemer ist neuer Schützenkönig in Allendorf. Der 57-jährige Bottendorfer war erst zu Beginn des Königsschießens am Pfingstsonntag in den Schützenverein eingetreten.

Nur wenige Stunden nach seiner Aufnahme holte er mit dem 272. Schuss den Königsvogel von der Stange. „Jetzt ist er unten“, stellte er lapidar fest, bevor ihn die Schützenbrüder hoch leben ließen, die ihm zuvor einen erbitterten Kampf um die Königswürde geliefert hatten.

Zur Inthronisierungsfeier am Abend in der Schützenhalle im Haftal präsentierte Hiemer seine Ehefrau Marina als Schützenkönigin. Sie tritt an die Stelle ihrer Tochter Frauke Hiemer, die zuvor als Schützenkönigin Jörg Mankel durch seine Amtszeit begleitet hatte - das Amt bleibt also in der Familie.

Schon beim Kampf um die Ritterwürden hatte sich der spätere König die Krone gesichert. Mark Stutzmann errang den Reichsapfel, Mario Kulfanek das Zepter, Hjalmar Schmitt den rechten und Gino Huft den linken Flügel.

Nur 67 Schüsse lang hielt der Jugendvogel stand, bis Tim Lichtblau ihn von der Stange holte. Zu seiner Jugendkönigin wählte er Leonie Günther. Die Ritterwürden errangen zwei junge Damen: Tabea Rohrmann war dabei gleich drei Mal erfolgreich und sicherte sich Krone, Reichsapfel und Zepter. Danach schoss Madlen Wolf die beiden Flügel ab.

Bereits am Pfingstsamstag hatten die ehemaligen Allendorfer Schützenkönige sich einen spannenden Wettkampf um die Ehrenkönigswürde geliefert. Reiner Jakobi entschied ihn mit dem 217. Schuss für sich und ist mit seiner Ehefrau Gerlinde als Königin Ehrenkönig für die nächsten fünf Jahre. Nach dem Gottesdienst am Pfingstsonntag waren die Schützen in einem Festzug in das Haftal gezogen, wo Vorjahreskönig Jörg Mankel mit dem ersten Schuss das Königsschießen mit dem Großkalibergewehr eröffnete.

Gespannt verfolgten viele Zuschauer die Kämpfe um die Allendorfer Königswürde, unter ihnen Abordnungen aus Thalitter, Schreufa, Schmittlotheim, Birkenbringhausen, Rennertehausen, Reddighausen und Röddenau. Auch der Schützenkreisvorstand und das Kreiskönigspaar Werner und Monika Groß waren ins Haftal gekommen.

Abends leitete Schützenvereinsvorsitzender Timo Maurer die Inthronisierungsfeier. Nachdem die Erinnerungsorden vergeben waren, legten die neuen Königspaare den Fahneneid ab und traten mit dem Königstanz ihre Regentschaft an. (wi)

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