Fördermittel sind nun bewilligt

Neuer Spielplatz ab Herbst in Rosenthal

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Ziemlich trostlos: So sieht es momentan auf dem Grundstück bei der Kulturhalle aus. Das Gerüst auf dem Leo (4) steht, ist das letzte Überbleibsel des ehemaligen Kita-Spielplatzes. Es muss genauso weichen wie der Holzzaun im Vordergrund und Hintergrund.

Rosenthal. Rosenthal braucht einen Spielplatz. Schon seit Jahren ist der angedacht, jetzt sind auch die Fördermittel bewilligt. Noch in diesem Jahr sollen die Geräte aufgestellt werden.

Bei einer Ortsbegehung zwischen Kulturhalle und Gemeindehaus zeigten etwa 20 Rosenthaler ihr Interesse an dem Thema und lieferten dem Haupt- und Finanzausschuss, dem Ausschusses für Bauen, Agrar und Forsten, sowie Fachplanerin Marie-Luise Dersch-Kaiser Ideen.

So sollte es aussehen: Das war der Entwurf, den Fachplanerin Marie-Luise Dersch-Kaiser bei der Ortsbegehung vorstellte.

Der grundsätzliche Plan stand da bereits. Das Gelände hat die Stadt schon im vergangenen Jahr von der evangelischen Kirchengemeinde gepachtet. Nun sind auch die Fördermittel bewilligt. Insgesamt sind in den Haushalt der Kommune 72 000 Euro für das Projekt eingestellt. Circa 44 000 davon stammen aus dem Leader-Förderprogramm der EU, 10 000 Euro von den Jagdgenossen und knapp 2000 Euro von der Landjugendgruppe. Der Rest trägt die Stadt. Auf gut 400 Quadratmetern soll ein Spielplatz entstehen, ein zehn Meter breiter Streifen zum Gemeindehaus bleibt frei.

Der Spielplatz soll den Ansprüchen von Kindern bis zwölf Jahre genügen. Dafür soll unter anderem ein Sandkasten gebaut werden, zwei Schaukeln und ein großes Kletter- und Erlebnisgerät mit mehreren Zugängen und einer Rutsche. Außerdem soll der Zaun erneuert werden und es einen neuen Zugang zum Gelände geben, der von der Kulturhalle zum Spielplatz führt und barrierefrei ist.

Eine Seilbahn soll her 

Der Plan von Dersch-Kaiser wurde positiv aufgenommen, die Rosenthaler hatten jedoch viele weitere Ideen. Einige der Vorschläge könnten auch umgesetzt werden, sagt Bürgermeister Hans Waßmuth. Statt der geplanten Pergola soll es mehr Sitzgelegenheiten geben. Rund um die Linde auf dem Gelände sollen Bänke gebaut werden. Außerdem wird ein Vorschlag des jüngsten Teilnehmers umgesetzt: Der vierjährige Leo hatte sich einen Bagger gewünscht. Zusätzlich wird an dem geplanten Klettergerüst an einer Seite ein Bauspielelement inklusive Flaschenzug angebracht und statt einer Babyschaukel eine Netzschaukel. Auch ein Wunsch den Vater Stefan Kreis von seinen Kinder überbrachte, soll umgesetzt werden: Eine Seilbahn. Allerdings ist nicht alles machbar. Angeregt wurde auch, den Wirtschaftsweg zwischen Kulturhalle und Kirchhainer Straße mit einzubeziehen. Der muss laut Bürgermeister Waßmuth allerdings erhalten bleiben. Wie geplant wird der Weg neu gepflastert und durch einen Zaun vom Spielplatz abgegrenzt.

Unterstützung der Eltern 

Um die Änderungen umsetzen und die Mehrkosten ausgleichen zu können, sollen Dinge wie der Abbau des alten Zaunes in Eigenleistung und mit Unterstützung der Eltern geschehen. Darüber hinaus sollen Spendenboxen aufgestellt werden.

Laut Bürgermeister Waßmuth sollen die Geräte noch in diesem Herbst aufgebaut werden und die Kinder damit spielen können. Der neue Zugang und die Arbeiten am Weg werden wahrscheinlich erst im nächsten Jahr abgeschlossen.

Quelle: HNA

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