Gemünden

Neues Fördermodell für Familien mit behinderten Kindern

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- Gemünden (gl). Ein neues Angebot des Roten Kreuzes in Gemünden soll Kinder mit Behinderung in ein eigenständiges Leben führen.

Etwa ein halbes Jahr ist vergangen, seit eine Gemündener Elterninitiative zu einem Vortrag zum „Persönlichen Budget“ eingeladen hatte. Es ging um die Möglichkeit für Behinderte und deren Erziehungsberechtigte, Geld individuell und gezielt einzusetzen. Im Anschluss an dieses Treffen besprach Bürgermeister Frank Gleim mit einigen Eltern, wie eine individuelle Förderung behinderter Kinder in Gemünden aussehen könnte.

Die Früchte dieses Gesprächs präsentierte die Initiative gestern mit dem Frankenberger Roten Kreuz gestern in der DRK-Kindertagesstätte „Wolkenland“. Der Geschäftsführer des Roten Kreuzes, Christian Peter, nannte Gemünden „die Keimzelle“ eines neuen Betreuungs- und Beratungsangebot für Familien mit behinderten Kindern.

Mit der 29-jährigen Bottendorferin Dörthe Klinge präsentierte er eine Ansprech- und Betreuungsperson für jene, deren Kinder nach integrativem Kindergarten und Schule auf dem Weg zu einem selbstbestimmten und weitgehend eigenständigen Leben individuell geführt werden sollen.

Klinge ist Diplom-Sozialpädagogin mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik. Seit zehn Jahren arbeitet sie mit Menschen, seit 2004 konzertiert sie sich auf Behinderte. Beratung und Begleitung In dem Angebot „Individuelle Familienassistenz“ des Roten Kreuzes geht es darum, Menschen mit Behinderung außerhalb von Schule und Werkstatt bedürfnisgerecht zu betreuen. Klinges Aufgaben sind es etwa, eine den Fähigkeiten entsprechende Praktikumsstelle für Jugendliche mit Behinderung zu finden – beispielsweise im DRK-Seniorenheim. Ebenso nimmt sie sich aber der Betreuung an, unternimmt also etwa mit den Kindern und Jugendlichen einzeln oder in einer kleinen Gruppe Ausflüge. Zudem kann sie Familien darin beraten, wie sie die Zukunft ihres Kindes gestalten sollen.

Interessenten wenden sich für Informationen zur „Individuellen Familienassistenz“ an den DRK-Kreisverband unter Telefon 06451/722711, Anke Lottig, oder per Email an lottig@
drk-frankenberg.de.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 09. April.

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