Turnier in Frankenberg früher und konzentrierter

Neues Konzept für den Beach-Cup

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Paul Beckers „Heimspiel“ findet in diesem Jahr nicht mehr – wie auf diesem Foto – auch auf den Volleyballplätzen des TSV statt, sondern nur noch auf dem Obermarkt. Dort gibt es dafür gleich zwei Felder.

Frankenberg - Alles neu macht der Mai: Der Frankenberger Beach-Cup bekommt ein anderes Konzept, das noch mehr Atmosphäre in die Altstadt holen soll. Alle Spiele finden auf dem Obermarkt statt. Zudem wird das Turnier auf einen früheren Termin verlegt - und findet dann zeitgleich mit dem Maistadtfest statt.

Es ist ein bei Sportlern wie Gastgebern beliebtes Turnier, doch hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder mit Widrigkeiten zu kämpfen: Oft war es das Wetter, das den Beach-Cup zumindest zeitweilig zu einem trüben Vergnügen machte, jetzt sind es die Turnierplätze selbst. „Es müsste einiges in das untere Feld investiert werden, um es spielfähig zu bekommen“, sagt Thomas Ochse, Organisator des Turniers, über die Plätze am „weißen Geländer“. Da aber mittelfristig der Neubau eines Seniorenheimes des Roten Kreuzes auf dem Spielgelände des TSV Frankenberg mehr als wahrscheinlich ist, steht eine derartige Investition derzeit nicht im Raum. „Also mussten wir uns etwas anderes überlegen“, sagt Ochse.

Die Pläne für das Turnier sind weit gediehen - und sie sehen vor, den Beach-Cup deutlich zu konzentrieren. Statt wie bislang zwei Austragungsorte gibt es nur noch einen: den Obermarkt. Dafür sollen dort künftig zwei Felder aufgeschüttet werden. „Wir wollen dann mit zwölf statt 16 Damen-Teams und mit 16 Herren-Teams starten“, erklärt Ochse. Sollten sich mehr Interessenten melden - wovon er ausgeht -, dann soll bereits am Freitag ein Ausscheidungs-Turnier gespielt werden. Sonst fand freitags das Sponsoren-Turnier statt. „Auch das wird es wieder geben, und wir hoffen, dass es durch die Neukonzeption wesentlich entspannter wird“, sagt Ochse. Und freut sich über die räumliche Nähe der beiden Felder: „Es hat natürlich einen besonderen Reiz, wenn alles zusammenkommt“, sagt Ochse.

Keine Überschneidung mit Plan des Volleyballverbands

Zugleich findet auch eine terminliche Verschiebung statt: Üblicherweise wurde der Beach-Cup stets am Wochenende nach dem Pfingstmarkt ausgetragen - das wäre in diesem Jahr das letzte Mai-Wochenende. Stattdessen soll bereits am ersten MaiWochenende gespielt werden: „Wir wollten Überschneidungen mit dem Terminkalender des Deutschen Volleyball-Verbandes vermeiden“, sagt Ochse. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass die Spieler auf höherklassige Turniere ausgewichen wären. „So haben sie jetzt die Chance, den Beach-Cup auch als Training für die Saison zu nutzen“, sagt er.

Und auch für den Cup an sich hat die Terminverlegung einen großen Vorteil: Es dürfte an Besuchern in Frankenberg nicht mangeln. Der erste Mai - der Freitag als erster Spieltag - ist ohnehin traditionell ein „Freiluft-Tag“, den viele Wanderer auch auf dem Obermarkt beschließen können. Und am gleichen Wochenende findet in der Innenstadt das Maistadtfest der Kaufleute statt: Am Sonntag, 3. Mai, ist verkaufsoffen in der Fußgängerzone.

Jazz-Lounge und DJ sollen Partystimmung verbreiten

Ohne dass die Planungen bereits abgeschlossen wären, setzt das Organisationsteam laut Ochse auf das bewährte Programm: „Wir wollen auch in diesem Jahr wieder die Jazz-Lounge in der Rathausschirn anbieten“, sagt Ochse. Diese hatte im vergangenen Jahr auch Besucher auf den Obermarkt gelockt, die mit dem Sport und dessen ganz besonderer Atmosphäre sonst wenig anfangen konnten. Weiterhin soll wie gewohnt ein DJ für gute Laune sorgen - in den vergangenen Jahren war dessen Auftritt im Wortsinne auch mal „ins Wasser gefallen“. Für die Spiele und das Rahmenprogramm muss wie in jedem Jahr der Obermarkt zwischen Rathausschirn und Pferdemarkt gesperrt werden. Trotz zweitem Spielfeld soll die gesperrte Fläche nicht vergrößert werden.

Der Frankenberger Beach-Cup findet in diesem Jahr bereits zum 17. Mal statt. Er bietet im Reigen der größeren Beachvolleyball-Turniere eine ganz besondere Atmosphäre vor historischer Kulisse. Neben vielen hochkarätigen Spielern aus der ganzen Republik sind auch die beiden heimischen Beachvolleyball-Stars Paul Becker und Sarah Schneider mit ihren Spielpartnern zu bejubeln.

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