Neues Projekt: Behinderte ohne Job bekommen mehr Hilfe

Waldeck-Frankenberg. Arbeitslose mit einer Schwerbehinderung haben es nicht leicht, einen Job zu finden. In Waldeck-Frankenberg und im Schwalm-Eder-Kreis sollen daher die Vermittlungschancen durch eine individuelle Unterstützung verbessert werden.

Ziel ist es, Betriebe von den Qualifikationen der Menschen zu überzeugen, Vorbehalte und Hürden aus dem Weg zu räumen.

Um das zu schaffen, ist das Projekt „Lebens(t)raum“ gestartet worden, in dem die Arbeitsagentur Korbach, die Jobcenter und die Kreishandwerkerschaften beider Landkreise sowie der Bildungsträger GSM (Kiel) drei Jahre eng zusammenarbeiten. Das neue Konzept wird vom Bundesarbeitsministerium mit zwei Millionen Euro gefördert. In Waldeck-Frankenberg beginnt die Arbeit des Projekts in Frankenberg und Bad Arolsen.

Jeweils für sechs Monate werden Mitarbeiter von GSM und den Jobcentern an wechselnden Orten auf Schwerbehinderte zugehen und sich mit ihrer Situation beschäftigen. Alle Beteiligten versuchen zudem, ein Netz von Unterstützern aufzubauen. Es werden Gespräche mit Bürgermeistern, Kirchen und Vereinsvorsitzenden gesucht.

Mit Blick auf die Kontaktaufnahme zu den Betrieben sind es insbesondere die Kreishandwerkerschaften, die versuchen werden, Bedenken und Vorbehalte gegen die Beschäftigung Schwerbehinderter abzubauen. „Menschen mit Behinderung leisten wegen ihrer Kompetenzen einen wichtigen Beitrag im Betrieb. Es ist falsch, sie nur auf ihre Behinderung zu reduzieren. Die Unternehmen können mit ihnen auch das Problem des Fachkräftemangels lösen“, sagt Heinrich Wedel, Integrationsbeauftragter der Kreishandwerkerschaft in Korbach.

„Menschen mit Einschränkungen sind oft gut ausgebildet und motiviert, Betriebsinhaber scheuen aber bürokratische Hemmnisse“, sagt Astrid von Berlepsch vom Jobcenter Waldeck-Frankenberg.

Mehr Einzelheiten zu dem neuen Projekt und Infos zu den Ansprechpartnern lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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