Neues Schuljahr startet mit 373 Schülern weniger als das alte

Waldeck-Frankenberg. Für 15 663 Kinder und Jugendliche in Waldeck-Frankenberg beginnt in dieser Woche das neue Schuljahr - 1332 von ihnen werden in die 1. Klasse eingeschult.

Laut der Statistik des für den Landkreis zuständigen Staatlichen Schulamtes in Fritzlar besuchen damit 373 Schüler weniger (2,3 Prozent) die öffentlichen, allgemeinbildenden Schulen als im vorigen Schuljahr - da waren es 16 036. Auch die Zahl der Erstklässler ist zurückgegangen: Vor einem Jahr wurden 1403 Jungen und Mädchen eingeschult, jetzt nur 1332 (- 71/5,1 Prozent).

Der Übergang von der Grundschule in die Klasse 5 steht für 1290 Schüler an. Fast die Hälfte von ihnen (572) wechselt ins Gymnasium, 136 davon machen das „Turbo-Abi“ G8, das im Landkreis einzig an der Edertalschule in Frankenberg angeboten wird: In den Klassen 5 und 6 werden die Schüler dort noch zusammen unterrichtet, danach in G8 und G9 aufgeteilt. In ganz Hessen gibt es nur noch 20 Schulen, die das Abitur in acht Jahren anbieten.

319 Jungen und Mädchen in Waldeck-Frankenberg besuchen nach Abschluss der 4. Klasse eine Förderstufe, 274 kommen in eine 5. Realschulklasse, nur 34 Schüler im gesamten Landkreis wechseln in eine Hauptschulklasse.

Weniger Schüler bedeutet auch kleinere oder weniger Klassen. Das wirkt sich auch auf die Lehrerzuweisung aus. Hessenweit werden etwa 600 Stellen eingespart. „Die Schülerzahlen sind der zentrale Zuweisungsfaktor für die Lehrerstundenzuweisung. Dies hat dann natürlich auch Auswirkungen auf die Möglichkeiten der Neu-Einstellung von Lehrkräften, da zunächst die bereits vorhandenen Lehrkräfte zur Abdeckung des Unterrichts herangezogen werden“, teilte das Staatliche Schulamt in Fritzlar auf HNA-Nachfrage mit. „Grundsätzlich ist die Grundunterrichtsversorgung in unsere Region sichergestellt.“

Quelle: HNA

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