Burgwald

Neues Twike gewinnt die „WAVE“-Tour

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- Rosenthal. Zwei Elektrofahrzeuge des Rosentaler Herstellers Twike waren beim internationalen Wettbewerb von Paris nach Prag erfolgreich. Nach dem Sieg bei der Alpen-Rallye „e-miglia“ schaffte Fahrer Wolfgang Möscheid mit seinem Team „Twike 4“ einen weiteren ersten Platz.

Das neu entwickelte Twike 4 gewann in der Gesamtwertung die „World Advanced Vehicle Expedition“, kurz „WAVE“. Ein zweites Twike-Team kam mit seinem Serienfahrzeug immerhin auf den sechsten Platz. Insgesamt 20 internationale Teams waren zu der Tour vom 11. bis zum 25. September angetreten.

Die Strecke führte über 2800 Kilometer von Paris über Belgien, die Niederlande, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich und die Tschechische Republik nach Prag. Unterschiedliche Prüfungen forderten die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge sowie das Können und die Kreativität der Fahrer heraus.

Die „WAVE“ sollte zeigen, dass elektrische Mobilität bereits heute funktioniert. Mit Einzeletappen um 120 Kilometer und Tagesetappen von bis zu 400 Kilometern legten die Elektrofahrzeuge weit mehr zurück, als viele im Durchschnitt täglich fahren. Ob wendig im Stadtverkehr der Pariser Straßen oder steigfähig bei Schnee und Regen über Schweizer Alpenpässe: Den beiden Twike-Teams gelang es, die Vorteile ihrer relativ kleinen und leichten dreirädrigen Fahrzeuge ausspielen. So bereitete es den Rosenthalern viel Spaß, in der vorigen Woche bei Nebel und Regen hintereinander den 2436 Meter hohen Grimselpass und Furkapass und einen Tag später den 2046 Meter hohen, schneebedeckten Oberalppass zu überqueren – nur etwa ein Viertel der Teilnehmer schaffte alle drei Pässe auf eigenen Rädern.

Die Bewertungskriterien im Wettbewerb waren vielfältig. Neben Reichweite, Geschwindigkeit und Beschleunigung wurde auch ein „Sympathiefaktor“ mit einbezogen: Die Fahrzeuge besuchten unterwegs verschiedene Schulen, mehr als 2000 Schüler waren aufgefordert, sie zu bewerten. In Dortmund prüfte eine Delegation der Stadt den „Innovationsfaktor“ der Fahrzeuge, in Wien wurde der Gepäckraum unter die Lupe genommen und in Sankt Pölten hieß es zu schieben – Preisfrage: Welches Team brachte sein Fahrzeug als Erstes ohne Motorkraft über die 100-Meter-Strecke?

Das Team „Twike 4“ gewann gleich mehrere dieser Wettbewerbe mit der Bestwertung von zehn Punkten: Es glänzte bei der Rundenzeit auf dem „Racetrack“ in Bad Arolsens belgischer Partnerstadt Zolder, beim Kriterium „Innovation“ und beim Einpark-Wettbewerb in Augsburg mit voller Punktzahl. Und mit neun von zehn Punkten war das neue Twike auch das effizienteste mehrsitzige Fahrzeug im Wettbewerb.

Mehr lesen Sie in der WLZ/FZ vom Mittwoch, 28. September

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