Neuschäfer Elektronik mit Mittelstands-Oskar ausgezeichnet

Preisverleihung in Würzburg: Wilfried Neuschäfer und seine Frau Filomena Rios freuen sich über den Großen Preis des Mittelstandes. Foto:  nh

Würzburg/Frankenberg. Die Firma Neuschäfer Elektronik aus Frankenberg ist in Würzburg mit dem Großen Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet worden. Sie ist neben der Micromata GmbH aus Kassel (individuelle Software-Lösungen) der zweite Preisträger in diesem Jahr aus Hessen.

Die Oskar-Patzelt-Stiftung hatte im vergangenen Jahr unter anderem den Frankenberger Fertighausbauer Finger-Haus ausgezeichnet.

„Ich habe mich heute Morgen bei meinen Mitarbeitern bedankt, ihnen gehört der Preis“, sagte Geschäftsführer und Firmengründer Wilfried Neuschäfer am Montag der HNA. „Wir sind alle stolz darauf.“ Für seine Firma sei das eine sehr große Anerkennung, weil sie nicht oft in der Öffentlichkeit in Erscheinung trete.

„Wir freuen uns außergewöhnlich, dass wir das erreicht haben“, sagte Neuschäfer und verwies darauf, dass seine Firma von der Stadt Frankenberg, der IHK und der Wirtschaftsförderung vorgeschlagen worden sei. Nach dem Finale im vergangenen Jahr - der Voraussetzung für die Auszeichnung - habe es nun auf Anhieb mit dem Preis geklappt.

Die Firma Neuschäfer Elektronik GmbH in der Siegener Straße in Frankenberg wurde 1980 von Wilfried Neuschäfer gegründet, der heute noch Geschäftsführer ist. Anfangs produzierte die Firma nur Leiterplatten, die man zum Beispiel als grüne Platten in Computern kennt. Heute hat die Firma auch andere Felder, etwa den Bau von Kontaktelementen, die mehrere Leiterplatten verbinden. Produkte von Neuschäfer stecken zum Beispiel in Controllern von Flugzeugen und sogar in Satelliten. „Unsere Teile sind winzig, die Maschinen, mit denen wir produzieren, bis zu 40 Meter lang“, sagt Neuschäfer, der rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.

In den vergangenen Jahren wurde der Betrieb mit Gesamtinvestitionen von 7,7 Millionen Euro umfangreich erweitert. Dabei wurde der gesamte Produktionsfluss verändert und die Fertigungsfläche auf 10 000 Quadratmeter vergrößert.

Wie berichtet, arbeitet Neuschäfer mit Forschern der Universität Kassel an einem Projekt, um die Früherkennung von Krebs mit einem tragbaren Diagnosegerät zu Hause zu ermöglichen. Um seine Vorreiterrolle weiter auszubauen, gründete Neuschäfer das eigene Institut INIES gGmbH (Neuschäfer Institut innovative Elektronik Systeme), das sich mit Bioelektronik, thermoelektrischer Erfassung und Heizfolienkonstruktion befasst.

Quelle: HNA

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