Frankenberger Bürgermeisterwahl: Parteiloser Bewerber stellt sein Wahlprogramm vor

Nicolas Hansen: „Damit sich mehr bewegt“

- Frankenberg (rou). Nicolas Hansen ist der Erste gewesen, der seine Ambitionen auf die Nachfolge von Frankenbergs Bürgermeister Engelhardt verkündete. Nun ist der parteilose Kandidat auch der erste der fünf Bewerber, der sein Wahlprogramm vorstellt. Es steht unter dem Motto: „Damit sich mehr bewegt!“.

Vieles sei in den vergangenen Jahren in Frankenberg passiert, gibt der 48-Jährige unumwunden zu. „Aber wir können noch viel mehr bewegen“, ist der Mitarbeiter der Telekom überzeugt. Und aus diesem Grund stehe sein Wahlprogramm auch unter dem Motto: „Damit sich mehr bewegt!“.

Bereits Mitte Oktober hatte der gebürtige Düsseldorfer, der vor zwölf Jahren seine aus Frankenberg stammende Frau Michaela kennenlernte, seine Wahlziele formuliert. Die vergangenen Wochen nutzte der Diplom-Verwaltungswirt, um ein ausführliches Wahlprogramm auszuarbeiten. In kompakter Form hat es der „parteiunabhängige Bewerber“, wie er sich selber bezeichnet, drucken lassen. Er will es in den sieben Wochen bis zur Wahl am 26. Februar an die Menschen in der Kernstadt und den Stadtteilen verteilen. Auf die Bürger werde er im Wahlkampf gezielt zugehen, um ins Gespräch zu kommen, kündigt er an. Für seine Botschaft benötigt Hansen vier Worte: „Ich will Bürgermeister werden.“

Reduzierung der Schulden

Er sei überzeugt, dass er die für die Aufgabe eines Bürgermeisters von Frankenberg notwendigen Charaktereigenschaften und Kompetenzen besitze. Als Kernpunkte nennt Hansen, der im September 2009 bei seiner Kandidatur gegen Christian Engelhardt 25,1 Prozent der Stimmen erreicht hatte, folgende Aspekte: Seine Kenntnisse in der Budget- und somit Haushaltsplanung, die beim Abbau der städtischen Schulden helfen würden. Seine internationale Erfahrung, die ihm im interkulturellen Umgang zum Vorteil gereiche. Seine Umsetz­ungskraft, Vertriebserfahrung sowie das politische Fingerspitzengefühl – diese Eigenschaften beweise er schon jetzt in seiner Aufgabe als Abteilungsleiter in der Zentrale der Telekom-Shop-Vertriebsgesellschaft. Und nicht zuletzt die Erfahrungen als Vater von vier Kindern.Bereits im Wahlkampf wolle er den Blick auf die Zeit nach dem 26. Februar lenken. „Nicht der Bürgermeister allein, sondern das Parlament trifft die wichtigen Entscheidungen.“ Aufgrund seiner ausgleichenden Art sei es ihm möglich, nach Erörterung der Sachthemen die parlamentarischen Mehrheiten für Entscheidungen zu finden. Seine Führungsstärke, seine Fähigkeit, wertschätzend mit Menschen umzugehen, seien wichtige Kriterien, um gemeinsam mit den gewählten Abgeordneten Frankenberg weiterzuentwickeln. Ansatzpunkte sieht er etliche.

Hansens Wahlprogramm umfasst vier Handlungsfelder, wobei er in dem Thema Schuldenabbau den Schwerpunkt sieht. „Ohne genügend Geld sind die restlichen Maßnahmen nicht möglich“, betont er und gibt ein Versprechen: „Im Falle meiner Wahl wird der Schuldenstand 2014 rückläufig sein.“ Erreichen will er dies mit seiner Doppelstrategie: Einerseits die Einnahmen erhöhen, andererseits die Kosten reduzieren. Dazu zähle für ihn, die Genauigkeit der Planung zu erhöhen und ferner die Zuschüsse nicht zweckentfremdet zu verwenden.In der Versorgung aller Bürger mit schnellem Internet sieht Hansen die Antwort auf die Fragen des demografischen Wandels. Er garantiere eine Versorgung aller Interessierten mit 16 MBit/Sekunde. „Hochleistungs-DSL statt Übergangslösungen“ heißt seine Devise. Und mit diesen „Datenautobahnen“ will er auch bei neuen Firmen werben, die sich in Frankenberg ansiedeln sollen. „Die Stadt bietet mehr Vorteile, als auf den ersten Blick zu erkennen ist“, sagt Hansen. Als weitere Gründe nennt er niedrige Grundstücks- und Mietpreise sowie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, „weil die Mitarbeiter hier in einer Region leben, in der andere Urlaub machen“. Als Bürgermeister sei er Wirtschaftsförderer Nummer eins und werde auf Unternehmen zugehen.

Ganzheitliches Konzept

Unter Stadtsanierung versteht Hansen auch den Blick aus dem Stadtsanierungsgebiet heraus. Er fordert ein ganzheitliches Konzept – vom Obermarkt bis zum Bahnhof. „Das Wichtigste ist eine gute Planung im Vorfeld.“ Dabei müssten auch unkonventionelle Wege gegangen werden: „Das Bahnhofsgebäude gehört nicht der Stadt, aber es stört das Erscheinungsbild der Stadt.“ Und deshalb gehe es die Stadt auch etwas an. Um mehr Frequenz in die Fußgängerzone zu bekommen, sei ein Gastronomiekonzept erforderlich. „Nur Familien können sagen, was Familien auch wirklich wollen“, ist der Bürgermeisterkandidat überzeugt. Und deshalb will er alle Generationen zusammenkommen lassen, um Ideen für ein familienfreundliches Frankenberg zu entwickeln. Diese Vorgehensweise nennt Hansen als ein Beispiel für seine Vorstellungen von Bürgernähe und Transparenz. Das „Familienstadtprogramm“ dürfe zudem nicht als gegeben betrachtet werden: „Ich bin mir sicher, dass man über Inhalte und die Verwendung der Gelder noch sprechen kann.“ Dazu zählt für Hansen auch die Anstellung eines Streetworkers, wie er es schon 2009 gefordert habe.

Das Wahlprogramm von Nicolas Hansen ist im Internet unter www.hansenfkb.de nachzulesen und steht dort auch zum Download bereit. Für Fragen steht Hansen allen Wählern unter seiner „Kandidatenhotline“ 0160/96368041 zur Verfügung.

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