Frankenberg

Nicolas Hansen kandidiert erneut für Bürgermeisteramt

- Frankenberg. Noch steht der Wahltermin nicht genau fest, da meldet sich schon der erste Bewerber: Der Parteilose Nicolas Hansen nimmt zum zweiten Mal Anlauf, um auf den Chefsessel im Stadthaus zu gelangen. Gegenüber der WLZ-FZ erklärte der 48-jährige Telekom-Manager am Wochenende, dass er wieder für das Amt kandidieren werde, das Bürgermeister Christian Engelhardt im Dezember aufgibt. Der Christdemokrat wird Präsident des Hessischen Landkreistages, bis Ende März nächsten Jahres müssen die Frankenberger einen neuen Magistratschef wählen.

„Unsere schöne Stadt braucht Kontinuität, einen Bürgermeister, der die komplette Amtszeit nach seiner Wahl bleibt und für den die Interessen der Bürger an erster Stelle stehen“, sagte Hansen mit einem Seitenhieb auf Engelhardt. „Die Zeit ist gekommen für einen unabhängigen Kandidaten.“ Drei aktuelle Punkte hätten ihn bewogen, sich erneut der Wahl zu stellen und das Amt anzustreben, sagte er. „Ich glaube, wir brauchen einen Bürgermeister, der bei heiklen Themen eine klare Meinung hat, damit die Menschen wissen, woran sie sind“, sagte Hansen. Konkret nannte er die Pläne für den Schweinemastbetrieb nahe Rodenbach und den Bau der Biogasanlage an der Burgwald-Kaserne – beides lehne er ab, „weil es nicht zu dem Wirtschaftsstandort Frankenberg passt, den ich mir vorstelle“, erklärte er. Ziel müsse es sein, Arbeitsplätze zu schaffen. Das sei bei diesen Projekten nicht der Fall. „Wer zudem einerseits den Tourismus fördern will, muss andererseits umweltneutrale Wirtschaftsbetriebe nach Frankenberg holen“, erklärt er. Die Projekte passten auch nicht zur „Familienstadt mit Zukunft“, die er schon bei seinem ersten Wahlkampf 2009 thematisiert hatte. Und schließlich bereite ihm der Schuldenstand der Stadt von derzeit etwa 50 Millionen Euro Sorgen: „Das ist eine bedenkliche Situation. Von Dr. Karl Schilling Mehr in der FZ vom 14.Juni 2011

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