Beirat für Arbeitsschutz besuchte den Stammsitz der Firma Viessmann in Allendorf

Lob für niedrige Unfallquote

Bei einem Rundgang: Der Beauftragte für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement bei Viessmann, Harald Schmidt, erläutert den Beiratsmitgliedern die Arbeitsschutzmaßnahmen in der Fertigung des Werkes Allendorf. Foto: nh

Allendorf-Eder. Mit vorbildlichen Werten glänzt das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann bei Arbeitsunfällen. Das wurde bei einem Besuch des Beirates für Arbeitsschutz des Hessischen Sozialministeriums unter Leitung des Vorsitzenden Dr. Werner Scherer in der Unternehmenszentrale in Allendorf-Eder bekannt. Das Gremium hält einige seiner Sitzungen in Mitgliedsunternehmen ab, um sich über die Arbeitsschutzmaßnahmen vor Ort zu informieren.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher von den vielfältigen Anstrengungen zum Arbeitsschutz, die bei Viessmann in alle wesentlichen Unternehmensprozesse integriert sind. Sie reichen von Präventivmaßnahmen wie der Beurteilung von Arbeitsplätzen und Schulung der Vorgesetzten und Mitarbeiter bis zur Unfalluntersuchung.

Das Resultat: Die Zahl der Arbeitsunfälle bewegt sich im Unternehmen auf einem extrem niedrigen Niveau. Alle in Allendorf ansässigen Viessmann-Gesellschaften liegen bei der 1-Million-Stundenquote deutlich unter dem Schnitt der gewerblichen Berufsgenossenschaften (BG). Die 1-Million-Stundenquote gibt die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle für je eine Million Arbeitsstunden an.

Vorbildlicher Wert

Während der BG-Durchschnitt bei 16,5 Unfällen liegt, kommt beispielsweise die Viessmann-Logistik GmbH auf nur 6,0, die Wärmepumpen GmbH auf 3,1 und die Elektronik GmbH sogar nur auf 2,1 Unfälle pro einer Million Arbeitsstunden. Insgesamt wurde für die Allendorfer Gesellschaften der vorbildliche Wert von 6,6 verzeichnet.

Besonders positiv sei die Entwicklung in der gewerblichen Ausbildung, heißt es in einer Pressemitteilung. Obwohl hier die „Neulinge“ des Unternehmens ohne Berufserfahrung tätig sind, sei der Bereich bereits im zweiten Jahr ohne meldepflichtige Unfälle.

Der Beirat für Arbeitsschutz wurde vor über 30 Jahren gegründet. Ziel war es, die vorhandenen Kräfte unter den Akteuren zu bündeln, um dadurch den Arbeitsschutz in Hessen kontinuierlich zu verbessern. Die staatliche Arbeitsschutzbehörde berät, informiert und kontrolliert die Betriebe mit dem Ziel, Arbeitsbedingungen sicher und gesundheitsgerecht zu gestalten. Der Beirat für Arbeitsschutz handelt hier als Mittler zwischen Unternehmen, Beschäftigten und staatlicher Aufsicht und unterstützt die Unternehmer in der Wahrnehmung ihrer Eigenverantwortung. (nh/off)

Quelle: HNA

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