Landkreis und Burgenland wollen in Wirtschaftssachen enger zusammenarbeiten

Noch besser kooperieren

Firmenbesuch: (von links) Thonet-Geschäftsführer Roland Ohnacker, Waldeck-Frankenbergs Wirtschaftsförderer Siegfried Franke, Fachbereichsleiter Friedhelm Pfuhl vom Landkreis sowie die Gäste Dr. Heinrich Wedral und Landesamtsdirektor Dr. Robert Tauber aus dem österreichischen Burgenland. Foto:  zgm

Frankenberg. Die beiden Frankenberger Firmen Thonet und FingerHaus können ihre Geschäftsaktivitäten vielleicht bald ins österreichische Burgenland ausweiten. Bei einem Besuch einer Delegation aus dem Burgenland bei den beiden heimischen Traditionsunternehmen wurde jedenfalls ein engerer Gedankenaustausch und auch ein noch besseres Netzwerk besprochen – auch für den Bereich der holzverarbeitenden Industrie.

„Wenn das Schloss Esterházy in Eisenstadt saniert wird, werden dort auch neue Stühle gebraucht“, begründete der burgenländische Landesamtsdirektor Dr. Robert Tauber das gegenseitige Interesse. Und gerade in Österreich gebe es einen hohen Bedarf an Fertighäusern: „In Österreich ist der Anteil der Fertighäuser doppelt so hoch wie in Deutschland“, sagte Tauber.

Einen weiteren Erfahrungsaustausch zwischen dem Landkreis und dem Burgenland soll es auch im Bereich „Gesundheit, Bewegung und Natur“ geben, kündigte der burgenländische Stabsstellenleiter Dr. Heinrich Wedral an – auch um weitere gesundheits-touristische Aktivitäten entwickeln zu können.

Treffen mit Dr. Kubat

Besonders freuten sich Tauber und Wedral darüber, dass die inzwischen seit zehn Jahren bestehende „enge Freundschaft und Partnerschaft“ auch mit dem künftigen Landrat Dr. Reinhard Kubat fortgesetzt werden könne. Bei einem ersten Treffen seien bereits gemeinsame Interessen festgestellt worden – beispielsweise im Bildungsbereich und beim sanften Tourismus.

„Wir legen großen Wert darauf, dass diese Zusammenarbeit weiter besteht“, sagte Tauber. Für den Sommer 2010 sei der künftige Landrat bereits zu einem Besuch ins Burgenland eingeladen worden.

„Wichtig ist es, die Tür zu öffnen. Eintreten muss man letztlich selber“, bewertete Thonet-Geschäftsführer Roland Ohnacker die Gespräche. „Wenn man die Kontakte nutzt, gibt es am Ende auch einen Nutzen.“ Er freut sich darauf, dass in der kommenden Woche 25 Architekten aus Österreich zu Gast bei Thonet sein werden: „Auch das sind unsere Multiplikatoren.“

Dabei erinnerte Ohnacker daran, dass sein Unternehmen in Österreich in guten Jahren einen Umsatz von einer Million Euro erziele. Durch die Wirtschaftskrise erwartet er auch für 2010 ein „schweres Jahr“ für Thonet. Nachdem die Firma aber schon die erste Welle der Krise überstanden habe, werde man jetzt versuchen, auch die zweite Welle zu meistern. „Deshalb sind wir gerne bereit, dieses Netzwerk mit dem Burgenland aufzunehmen“, sagte Ohnacker.

In Frankenberg beschäftigt das inzwischen 190 Jahre alte Familienunternehmen derzeit 176 Mitarbeiter, darunter auch 15 Auszubildende. (zgm)

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Quelle: HNA

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