Röddenau

Oase für Frösche und Kammmolche

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- Frankenberg-Röddenau (mba). Am Waldrand bei Röddenau haben junge Naturschützer ein Amphibien-Biotop in einer alten Schiefergrube gepflegt.

Am Waldrand oberhalb von Röddenau liegt eine kleine Oase: In einer weiträumigen Landschaft, geprägt von Ackerbau und Getreidefeldern, ist dort ein abgeschiedener Platz für Tiere, die es feucht und zugewuchert mögen. Ein romantischer Zeitgenosse könnte es sogar als ein Liebesnest bezeichnen: Dort, in einigen grasigen Flachwassertümpeln, treffen sich im Frühjahr Grasfrösche, Erdkröten, Teich- und Bergmolche, um für Nachwuchs zu sorgen.

Auch seltene Arten wie Kammmolch, Feuersalamander und Kreuzkröte wurden schon gesehen. Libellen, Schmetterlinge und Neuntöter Bunte Libellen leisten den Amphibien im Sommer Gesellschaft. Die Wasserlöcher sind umgeben von Trockenrasen, Geröllhalden und Wacholderbüschen. Schmetterlinge tanzen über die Grasflächen. Auch Vögel wie Neuntöter, Grauspecht und Kornweihe finden dort Lebensraum.

Dass die ehemalige Schiefergruppe heute ein so wertvolles Biotop geworden ist und nicht – wie Ende der 1980er-Jahre von der Stadt geplant – zu einer Müllhalde verkommen, ist das Verdienst einer Gruppe von engagierten jungen Naturschützern: Die Renaturierung der Fläche war eines der ersten Projekte, die die Frankenberger Naturschutzjugend (NAJU) 1985 in Angriff genommen hatte. Ihre Arbeit ist ein Erfolg auf ganzer Linie geworden. Nach wie vor pflegen die Jugendlichen ihr Amphibien-Biotop, halten die Tümpel frei und das Buschwerk klein und betten, wenn es ein trockener Frühling notwendig macht, auch mal den Froschlaich um.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 02. April.

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