Berghofen

Oberes Edertal könnte CO2-neutral sein

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- Battenberg-Berghofen (da). Das obere Edertal könnte rechnerisch komplett mit regenerativen Energien versorgt werden – doch dafür sind große Anstrengungen nötig.

Der Energiebedarf müsste deutlich gesenkt werden – zum Beispiel durch moderne, sparsame Heizungen und die Sanierung alter Häuser. Zugleich wäre der Ausbau regenerativer Energien nötig, um das Ederbergland versorgen zu können. Vor allem Windkraft bietet Potenzial. Das ist das Ergebnis des Klimaschutzkonzepts, das am Donnerstag im gerade erst energetisch sanierten Dorfgemeinschaftshaus in Berghofen vorgestellt wurde.

Im Mai war mit der Erstellung des Konzepts begonnen worden: Arbeitsgruppen mit zahlreichen Mitgliedern aus dem oberen Edertal hatten sich mit der Energieversorgung im Allendorf, Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen befasst. Die vier Kommunen hatten das Konzept gemeinsam in Auftrag gegeben, federführend war das Kasseler Ingenieurbüro MUT.

Mehr als die Hälfte des Energiebedarfs des Jahres 2009 könnte allein durch effizientere Gebäude- und Heiztechnik eingespart werden – über dieses enorme Potenzial informierte Armin Raatz von MUT. Der Rest könnte durch den Ausbau erneuerbarer Energieträger gedeckt werden. Im Idealfall sei bis 2035 die CO2-Neutralität möglich, sagte Raatz. Bis 2050 kann der Energieverbrauch an Strom und Wärme halbiert werden.

„Sie haben die Chance, das zu erreichen“, sagte Raatz. Dazu seien aber erhebliche Anstrengungen nötig. Wolfram Heckmann vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik hatte Strombedarf und Potenziale für erneuerbare Energien für Allendorf untersucht. Er geht von einem sinkenden Strombedarf aus – lediglich bei den Wärmepumpen zeigt die Kurve nach oben. Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Strombedarf liege mit neun Prozent „deutlich unter dem Bundesdurchschnitt“, sagte Heckmann.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 10. Dezember.

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