Frankenauer Gefrierhaus wird Öffentliche Toilette

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An der Kirche: Ein Teil des Gefrierhauses in Frankenau wird jetzt zu einer öffentlichen Toilettenanlage umgebaut. Foto: Daum

Frankenau. Aus dem Gefrierhaus in der Friedrichstraße in Frankenau wird eine öffentliche, gebührenpflichtige Toilettenanlage. Ein Teil des Hauses soll aber weiterhin als Gefrieranlage von den Jagdgenossen genutzt werden.

Die Stadtverordneten sprachen sich dafür aus, den Sperrvermerk, der die Maßnahme zunächst auf Eis gelegt hatte, aufzuheben.

Die Kosten für den Umbau der Gefrieranlage, mit dem möglicherweise noch in diesem Monat begonnen werden soll, sollen etwa 26 000 Euro betragen. Davon übernimmt die Stadt Frankenau 7800 Euro. Der Rest wird aus dem Stadtumbauprogramm des Landes Hessen finanziert.

Der Stadtverordnete Alexander Kaufmann (Piratenpartei), der zugleich auch Ortsvorsteher in Frankenau ist, betonte, dass die öffentliche Toilettenanlage jedem zugänglich sein soll. „Bei Gottesdiensten steht sie natürlich auch den Kirchgängern kostenpflichtig zur Verfügung. Die Toilettenanlage könne zudem bei Veranstaltungen genutzt werden.

Holger Kohlepp (SPD) betonte, dass er stets ein Verfechter einer öffentlichen Toilettenanlage in Frankenau gewesen sei. Was ihn aber störe, sei die Tatsache, dass die Stadt in ihrem Haushalt 600 Euro pro Jahr für die Betriebskosten eingestellt habe. „Ich bin der Meinung, dass diese Arbeiten bei einem solchen Projekt, an dem vornehmlich die Kirche und der Ortsbeirat beteiligt sind, ehrenamtlich gemacht werden können“, sagte er.

Pfarrer Dr. Harald Wahl sagte am Donnerstag auf HNA-Anfrage, dass die Kirche maßgeblich an der Planung der öffentlichen Toilettenanlage beteiligt gewesen sei. „Die Kirchengemeinde wird auch bei eigenen Festen oder größeren Gottesdiensten die Öffnung und den Betrieb der Toilettenanlage übernehmen“, sagte der Pfarrer.

Von Philipp Daum 

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Quelle: HNA

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