Dekanatstag war ein Höhepunkt der 20-jährigen Partnerschaft mit Kituntu-Distrikt

Offene Tür im Lebenshaus

Hielt die Predigt: Yoram Karusya aus Tansania, Pfarrer im Dekanat Gladenbach.

Allendorf-Osterfeld. Mit Bussen und Fahrrädern, in Wanderschuhen und mit dem Motorrad haben sich Christen am Pfingstmontag auf den Weg nach Osterfeld gemacht. Im „Lebenshaus“ feierten sie das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft des evangelischen Dekanats Biedenkopf mit dem Kituntu-Distrikt in Tansania.

Der Dekanatstag war Höhepunkt und vorläufiger Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten. Drei Wochen lang hatte eine Delegation aus dem afrikanischen Land die evangelischen Kirchengemeinden in der Region bereist.

Die Männer und Frauen aus Tansania hatten Kindergärten und Schulen, Rathäuser und soziale Einrichtungen besucht, Gottesdienste gehalten und Kontakte geknüpft. Zwei Tage vor ihrer Heimreise feierten die afrikanischen Gäste gemeinsam mit 200 Gemeindegliedern aus dem gesamten Gebiet des Dekanates im „Lebenshaus“ in Osterfeld. Dessen Leiter Joachim Strauch ist Referent für Erwachsenenbildung im Dekanat Biedenkopf.

Traditionell lädt das „Lebenshaus“ am Pfingstmontag zum „Tag der offenen Tür“. Weil dieser Tag mit dem Ende des Besuchs aus Afrika zusammenfalle, habe man sich entschlossen, den Abschied gemeinsam zu feiern, sagte Dekan Gerhard Failing.

Am Vormittag hatte es verschiedene Workshops gegeben. So konnten die Besucher mit Joachim Strauch und Pfarrer Gerald Rohrmann einen Meditationsweg mit afrikanischer Kunst begehen. Lee Cosmas Ndeiy gab einen Einblick in afrikanische Trommelmusik. Eine Podiumsdiskussion mit Wallaus Pfarrer Jörg Stähler, Dekan Gerhard Failing, Gerhard Grabowski aus Battenberg, Annika Henkel sowie Reverend Anatory Kagaruki drehte sich um das Motto des Tages, „Ninakuona“, was in der Landessprache Tansanias „Ich sehe Dich“ bedeutet.

„Dieser Begriff beschreibt die Begegnungen in unserer Partnerschaft, die auf Augenhöhe stattfinden“, erklärte Pfarrer Jörg Stähler, Vorsitzender des Tansania-Freundeskreises. Das „Lebenshaus“ präsentierte sein Jahresprogramm und die aktuelle Aktion „Auf dem Weg…brauchen wir Freunde“. Nach einem Mittagessen im Garten des Lebenshauses lud der „Amani Gospel Chor“ zum Mitklatschen und -singen, bevor Joachim Strauch und Dekan Failing die Besucher zum Freiluft-Gottesdienst begrüßte.

Für die Predigt hatten die Organisatoren den aus Tansania stammenden Pfarrer Yoram Karusya eingeladen, der seit sechs Jahren im Dekanat Gladenbach sowie der Kirchengemeinde Waldgirmes arbeitet. Den musikalischen Rahmen bildeten die Gäste aus dem Kituntu-Distrikt gemeinsam mit dem Amani Gospel Chor. Für das Kaffeetrinken hatten Frauen aus Allendorf und Rennertehausen 30 Torten gebacken. (nh/off)

Von Sophie Cyriax

Quelle: HNA

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