Positiver Rückenwind für den Stationsbetrieb

Tag der offenen Tür: Viele wollten neue Geriatrie kennenlernen

Tag der offenen Tür: Über die neue geriatrische Abteilung im Kreiskrankenhaus Frankenberg freuen sich (von links) der stellvertretende Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Werner Bergener, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Chefarzt Dr. Jörg Schwab, ärztlicher Direktor Dr. Volker Aßmann, der stellvertretende Geschäftsführer von Vitos Haina Matthias Müller, Pfleger Thomas Wickert und die stellvertretende Pflegedienstleiterin Karin Felski.

Frankenberg. Das Interesse an der neuen geriatrischen Abteilung im Kreiskrankenhaus war groß: Mehrere Hundert Besucher kamen zum Tag der offenen Tür und informierten sich über Diagnostik und ganzheitliche Therapieansätze der in Kooperation mit dem Diakonie-Krankenhaus Wehrda betriebenen Station für Altersmedizin, die am Montag ihren Betrieb im vierten Obergeschoss aufnimmt.

„Die ersten waren schon eine Dreiviertelstunde vor dem offiziellen Beginn da“, sagte Pressesprecher Rouven Raatz. „Wir hatten gute Resonanz erwartet, waren von diesem Interesse allerdings sehr positiv überrascht.“ Auch der leitende Oberarzt Dr. Jörg Schwab freue sich über den „positiven Rückenwind“ für den Stationsbetrieb.

Die vorwiegend älteren Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich einen Eindruck von den neu eingerichteten Räumen zu verschaffen sowie Dr. Jörg Schwab und sein Team kennenzulernen. Rege genutzt wurde das Angebot eines „Bodychecks“ , bei dem Blutwerte gemessen wurden. Viele ließen auch mit einer Gefäß-Ultraschall-Untersuchung ihre Arterien und Venen überprüfen oder testeten den „Altersanzug“, mit dem die typischen Einschränkungen älterer Menschen auch für Jüngere am eigenen Leib erfahrbar gemacht wurden.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Werner Bergener dankte den Kooperationspartnern vom Diakonie-Krankenhaus Wehrda und von Vitos für die „zügige und schnelle“ Umsetzung der Geriatrischen Abteilung in Frankenberg, die schon seit 2011 auf der Agenda gestanden habe.

Mensch steht im Vordergrund

„Das ist ein toller Tag für das Kreiskrankenhaus Frankenberg“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Er freue sich darauf, dass bald die ersten Patienten auf der neuen Station zu Gast sein dürften, die auf ihn einen „warmen und einladenden“ Eindruck mache. „Hier steht nicht die einzelne Fachdisziplin im Vordergrund, sondern der ganze Mensch in seiner Komplexität“, so der Landrat.

Als Behandlungserfolg werde immer angestrebt, dass ein Patient „Zuhause wieder klar kommt“, sagte Dr. Jörg Schwab. Voraussetzung für die Aufnahme in der neuen geriatrischen Abteilung sei, dass der Zustand eines Patienten sich verschlechtert habe, zum Beispiel nach einem Sturz oder einer Lungenentzündung. Viele Patienten würden zudem nach einer Hüftoperation „wieder auf die Beine gestellt“. In der Regel würden zwei Drittel der Patienten von anderen Krankenhäusern kommen. Eine Überweisung könne allerdings auch durch den Hausarzt erfolgen.

Von Susanna Battefeld

Wie es sich anfühlt, mit einem Alterssimulationsanzug durch die Gegen zu laufen, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Kommentare