Historische BMW in Frankenberg

Vom Oldtimer bis zum Sportwagen

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Vielfalt aus mehreren Epochen am Etappenziel in Frankenberg: Der BMW M1 (Baujahr 1980, vorne links) und die Modelle „Z1“ (1992), „502“ (1955) und „840“ (1993) zeigten die Bandbreite des Herstellers im Lauf der Jahrzehnte. Fotos: Jürgen Jacob

Frankenberg - Für zahlreiche neugierige Blicke sorgten am Sonntag 40 historische Fahrzeuge der Bayerischen Motoren Werke (BMW), als sie in Frankenberg haltmachten.

Während ihrer „Club-Holidays“ in Waldeck sind die Fahrer mit den BMW-Veteranen derzeit im Frankenberger Land und der Umgebung unterwegs. Noch bis zum Mittwoch dauern die „Club-Ferien“ im Landkreis, bevor am Donnerstag das 39. Jahrestreffen des „BMW-Veteranenclubs“ in Eisenach startet.

Seit 1976 treffen sich alljährlich Freunde der historischen BMW-Fahrzeuge. In diesem Jahr sind dafür rund 150 Fahrzeuge angemeldet. „Und seit einigen Jahren gibt es auch im Vorfeld diese Club-Ferien für die Besatzungen von rund 40 Fahrzeugen, die noch mehr Zeit gemeinsam verbringen möchten“, erklärt Christel Jopp.

Gemeinsam mit ihrem Mann Rüdiger, dem Organisator der „Club-Holidays“, fährt sie in einem seltenen BMW 2002 Touring aus dem Jahr 1971 dem Tross der Veteranen voraus.

„Es war ein herrliche Fahrt durch gelbe Felder und grüne Wälder“, beschreibt die Herbornerin die rund 70 Kilometer lange Strecke, die schon hinter ihnen liegt. Am Sonntagmorgen ging es vom Schloss Waldeck über die Edersee-Sperrmauer, entlang des Kellerwaldes und durch den Burgwald bis nach Frankenberg. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es einen Halt auf dem Hof des heimischen BMW-Händlers in der Röddenauer Straße, wo zahlreiche Interessierte sich die Fahrzeuge anschauten und die Fahrer mit Lunch-Paketen versorgt wurden.

Ältestes Fahrzeug im Feld war ein „Dixi“ aus dem Jahr 1928, der von Karl Heinz Cramer gesteuert wird. Mit seinen 15 PS führte der Thüringer das Feld an: „Und alle sind schön hinter mir geblieben“, sagt der 83-Jährige aus Mühlhausen schmunzelnd. Unter den Fahrzeugen waren einige 327/28er-Modelle aus den 30er-Jahren, ein paar 502-Modelle aus den 50er- und 60er-Jahren, CSI-Modelle aus den 70er- und Z1 aus den 80er- und 90er-Jahren.

Aber auch einige sehr exotische Fahrzeuge waren zu sehen, etwa ein 1600er GT aus dem Jahre 1968, dessen Besitzer Elliott Schnackenberg aus den USA gekommen war.

Das Herz von Sportwagenfreunden schlug beim BMW M1 aus dem Jahre 1980 hoch. Das 277 PS starke Fahrzeug von Ulrich Sauer aus Iserlohn war das erste Modell der BMW Motorsport AG und wurde nur 453-mal gebaut. Ähnliche Leistung hat auch der mit einem Motor der Motorsport AG umgebaute BMW 3,0 CSI aus dem Jahr 1971 des Marburgers Franz Paul Böhler, der zum wiederholten Mal bei den Club-Ferien dabei ist und sich freut, seine weitere Heimat auf diesem Weg anders kennenzulernen. Weitere Fahrten führten Richtung Diemelsee und Fritzlar. (jj)

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