Orchester und Cecilia Berglund begeisterten beim Neujahrskonzert

Leicht und beschwingt: Die schwedische Sopranistin hatte auch den dramatische Walzer „Lava-Ströme“ aus dem „Ball im Vesuv“ im Repertoire. Foto: zgm

Frankenberg. Der Mensch lernt nie aus – auch nicht die Freunde der Walzer und der Operetten: „Was die wenigsten wissen: Johann Strauß Sohn war bis zu seinem Lebensende deutscher Staatsbürger“, klärte Stefan Ottersbach, der Leiter des Johann-Strauß-Orchesters Frankfurt, die 450 Zuhörer beim Neujahrskonzert am Montagabend in der Ederberglandhalle auf.

Auch den Hintergrund nannte Ottersbach, der den Abend mit gewohnt feinem Humor moderierte: Johann Strauß Sohn war dreimal verheiratet: Die erste Ehefrau verstarb, von der zweiten ließ er sich scheiden – und als er sich ein drittes Mal ehelichen wollte, war dies im streng katholischen Wien nicht möglich. Deshalb heiratete Strauß Sohn dann protestantisch in Deutschland.

„Alles Strauß“ lautete das Motto des vergnüglichen und beschwingten Neujahrskonzerts, zu dem wieder der Kiwanis-Club Ederbergland eingeladen hatte. Diesmal gab sich aber fast ausschließlich Strauß Sohn die Ehre. 15 Operetten, 168 Walzer und 117 Polkas hat Strauß Sohn der Menschheit hinterlassen: „Dabei hätte der Kapellmeister um ein Haar die Beamtenlaufbahn eingeschlagen“, erinnerte Ottersbach. (zgm)

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Quelle: HNA

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