Orke feiert mit Freunden

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Auf der Festmeile zu finden: Karl Krümmelbein und Tochter Anja Pohlmann eröffnen an historischer Stätte zum Fest eine Poststation. 

Orke. Zwei Dörfer – eine Geschichte: Am Wochenende feiert Orke sein 1000-jähriges Bestehen. „Feiern mit Freunden“, haben die Orker ihr Fest genannt. 

Und das ist Programm: Alle Interessierten sind herzlich zum Mitfeiern eingeladen. Und dafür haben sich die Gastgeber ordentlich ins Zeug gelegt.

Historischer Viehmarkt

Historisch: Die Alte Kegelbahn in Niederorke ist die zweitälteste Europas. 

Mitten im Grenzgebiet haben sie selber Grenzen überwunden – zwischen Oberorke und Niederorke. Zwischen Kindern und Senioren. Zwischen Geschichte und Gegenwart. Das Ergebnis zeigen sie allen Besuchern am Festsonntag. Um 11 Uhr beginnt der „Stehende Festzug: Lebendiges Orketal“. Quer durch Oberorke, Niederorke und durchs Feld führt der Fußweg. Auf fünf Aktionsbühnen finden den ganzen Tag über Aufführungen heimischer Gruppen statt.

Und wer Luft holen möchte, Mitten im Getümmel, der kann den Rundweg „Orke-Idyll“ in Niederorke entlangschlendern. Der führt etwas ab des Weges am Wasser entlang durch die Natur – und mündet wieder auf der Festmeile.

Dort trifft die Vergangenheit auf die Gegenwart: Grammophone und Schreibmaschinen, Drechsel-Vorführungen und Patchwork, Imkerei und ein Stopp an der historischen Kegelbahn: An jeder Ecke laden die Orker zum Anhalten ein. Insgesamt 71 Stände warten auf der Festmeile in Niederorke auf die Besucher – dazu gehört auch Arno Huthwelker, der mit seiner Giraffe einen seltenen Ausblick über die Dächer des Dorfs ermöglicht. Heimische Vereine wie die Jugendwehr aus Buchenberg, die zum Bungee-Running einlädt, sorgen ebenso für Aktionen, wie Betriebe aus der Großgemeinde. Köstlichkeiten von Waffeln bis zu Tafelspitz, von Brezeln bis Döner werden serviert.

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Auf dem Weg nach Oberorke trifft der Besucher dann auf das Juwel des Festzugs: den historischen Viehmarkt. Auf den Wiesen stellen nicht nur Oldtimer-Freunde ihre Traktoren und landwirtschaftlichen Geräte aus, auch die Traktorfreunde aus Dorfitter bringen ihre Maschinen mit. Und allerlei Tiere laden nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Mitmachen ein: Von der Hütevorstellung mit dem Border Collie (12 und 15 Uhr) über die Schafschur bis zur Seilerei und Reiten.

Shuttleservice

In Oberorke warten dann 67 weitere Stationen auf die Besucher: vom Bauerngarten bis zum Tonstübchen, von Kalligraphie in der Kirche bis zum Wolle-Workshop, einer Spinnstube und Märchenerzählern im Gartenhaus. Köstlichkeiten gibt es dort ebenso, wie musikalische Klänge zur gemütlichen Rast. E

E „Und keiner muss zu Fuß gehen“, sagt Oberorkes Ortsvorsteher Uwe Ziegler. Schließlich wird für fußschwächere Besucher ein Pendelservice angeboten. Der gilt auch für Bahnfahrer: Wer mit dem Zug nach Ederbringhausen kommt, den erwartet am Bahnhof ein Bus-Shuttle-Service zum Festgelände. Jeweils zur vollen Stunden fährt der Shuttle zurück zum Bahnhof. Verschiedene Parkplatzbereiche für Besucher, die mit dem Auto kommen, sind ausgeschildert.

Der Eintritt zum stehenden Festzug beträgt pro Person vier Euro.

Vier Tage Festprogramm

Der Auftakt erfolgt mit der „Fire&Wine“-Party am Freitagabend. Musik, ein Gläschen Wein oder Gerstensaft und die Seele baumeln lassen: Vier Tage lang laden die Orker zum Feiern ein. Der Startschuss fällt am Freitagabend um 18 Uhr mit der feierlichen Festeröffnung in der Kirche in Obernburg – mit dem Schirmherren, Bürgermeister Matthias Stappert.

„Fire&Wine“-Party

Anschließend wird auf dem Hof Döring zur „Fire&Wine“-Party eingeladen. Dann spielen Wuthe&Faust und Christian Durstewitz. Der erste Festtag wird am Abend mit einem Multispektralfeuerwerk „Orketal im Lichtermeer“ und mit Feuerakrobatik gekrönt. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Am Samstag fällt der Startschuss bereits um 11 Uhr: Dann findet das Orker-Ehemaligen-Treffen statt – mit einem besonderen Rundgang durch die Dörfer. Um 12.30 Uhr werden die Oldtimer der 7. ADAC Ederbergland Classic-Oldtimertour erwartet, die am Festzelt in Niederorke ihre Fahrzeuge ausstellen.

Orker Wiesn

Musik und Partystimmung gibt es dann wieder am Samstagabend. Im Festzelt in Niederorke spielen die „Rotzlöffl“. Die haben bereits Erfahrung mit den Original-Wiesn in München und laden zum boarisch rocken auf den Orker Wiesen ein. Der Eintritt beträgt zehn Euro.

Der Festsonntag (siehe oben) klingt ab 18.30 Uhr auf dem Hof Wagner in Niederorke aus.

Wer am Montag noch Puste hat, ist dann zum Musikalischen Frühschoppen eingeladen. Ab 11 Uhr lassen die Orker mit allen Interessierten das Festwochenende Revue passieren.

Das komplette Programm findet man unter www.orke-1000.de

Quelle: HNA

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