Verein legt Zahlen aus dem Straßenverkehr vor

Ortsverkehrswacht zieht positive Bilanz

Frankenberg - Mit knapp 3660 Toten war das Jahr 2010 das sicherste auf deutschen Straßen. Trotz leicht steigender Zahlen im Jahr 2011 blickt der Frankenberger Ortsverband optimistisch in die Zukunft des Straßenverkehrs.

Während der Jahreshauptversammlung des Frankenberger Ortsverbands der Straßenverkehrswacht stellte der Vorsitzende Ferdinand Hagenbach einen Bericht zu den Opferzahlen im Straßenverkehr vor. So seien im Jahr 2010 bundesweit 3657 Menschen im Straßenverkehr tödlich verunglückt – die niedrigste Unfallopferzahl seit der Gründung der Landesverkehrswacht im Jahr 1950. Die Statistiken stammen aus Berichten der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Ferdinand Hagenbach hob jedoch hervor, dass schon im darauffolgenden Jahr 2011 die Zahl um 334 Opfer gestiegen sei. Die dennoch seit Jahren tendenziell sinkende Zahl von Opfern erklärte er damit, dass die Sicherheitstechnik in Kraftfahrzeugen stetig verbessert werde und es somit zu fallenden Unfallzahlen komme. Des Weiteren sei die Ausbildung von Fahranfängern in den vergangenen Jahrzehnten an heutige Verhältnisse im Straßenverkehr angepasst worden. Darüber hinaus machte Hagenbach auch auf eine amerikanische Studie aufmerksam, nach der laute Musik beim Steuern eines Fahrzeugs sehr gefährlich sein kann: Nach neuesten Erkenntnissen vermindere die „Berieselung“ nicht nur das Gehör, sondern ebenso alle weiteren Sinne. Demnach könne Musik die Aufmerksamkeit senken, das Unfallrisiko steige. Hagenbach richtete sich damit an junge Autofahrer und mahnte zur Vorsicht.

Der Abend wurde auch genutzt, um über Unternehmungen und Veranstaltungen im Jahr 2011 zu berichten. So war die Frankenberger Ortsverkehrswacht im Bereich der schulischen und der Erwachsenenbildung tätig. Es wurden dazu verschiedene Veranstaltungen angeboten, die das Verhalten im Straßenverkehr trainieren helfen sollten. Dabei lernten Kindergartenkinder, wie sie eine Straße sicher überqueren und Jugendliche durften erfahren, wie sich ein Aufprall in einem Auto anfühlt. Erfreulich sei auch das Programm „Mobil bleiben, aber sicher“ gewesen, berichtete Hagenbach. Dabei testeten Senioren Reaktionsfähigkeit, Sehfähigkeit und durften in einem Motorradsimulator ihre Fahrtauglichkeit trainieren. Aber auch in diesem Jahr will die Ortsverkehrswacht aktiv sein und verschiedene Sicherheitstrainings anbieten. Insbesondere das Programm „Aktion Landstraße“ soll hervorgehoben werden. Es soll junge Autofahrer über Gefahren auf der Landstraße aufklären. Hagenbach erklärte dazu, dass ein Großteil der Straßenverkehrsunfälle auf der Landstraße passieren. Eine weitere Veranstaltung ist das Projekt „Pedelec“, welches am 5. Mai 2012 stattfinden soll. Die verschiedenen Ortsverkehrswachten im Landkreis geben dann in Bad Arolsen praktische Anweisungen, wie elektrisch betriebene Fahrräder sicher zu fahren sind.

Für die Mitglieder des Vereins gibt es in diesem Jahre einige Änderungen. Hagenbach machte bekannt, dass eine Satzungsänderung von Nöten gewesen sei: Bisher war vorgesehen, dass Mitglieder aus dem Gesamtverein ausscheiden, wenn ein Ortsverband der Verkehrswacht aufgelöst wird. In Zukunft soll dem entgegengewirkt werden: Im Falle einer Auflösung des Vereins gehen die Mitglieder in den Dachverband über. Schließlich standen Ehrungen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung in der Frankenberger Ratsschänke. Für 25-jährige Mitgliedschaft überreichte Hagenbach den Vereinsmitgliedern Lothar Guth und Heinz Schleiter eine Ehrenurkunde.

von Benjamin Harder

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