Schauspielerin Doris Kunstmann beim Frankenberger Kulturring zu Gast

Oskar und die Dame in Rosa

Doris Kunstmann: Sie kann derzeit auf der Bühne mit dem Ein-Personen-Stück von Eric-Emmanuel Schmitt „Oskar und die Dame in Rosa“ einen grandiosen Erfolg verbuchen. Foto: nh

Frankenberg. Das Schauspiel „Oskar und die Dame in Rosa“ nach dem Buch von Eric-Emmanuel Schmitt steht am Donnerstag, 8. April, ab 20 Uhr auf dem Spielplan des Frankenberger Kulturrings. Auf der Bühne der Ederberglandhalle wird die bekannte Schauspielerin Doris Kunstmann zu sehen sein, die die sensible, lebenskluge Geschichte der Begegnung mit dem krebskranken Kind Oskar gemeinsam mit Jana Fahrbach in Szene setzen wird.

Der Inhalt des Stückes: Oskar ist erst zehn Jahre alt, aber er weiß, dass er sterben wird. „Eierkopf“ nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass der Arzt und seine Eltern Angst haben, darüber zu reden, dass weder Chemotherapie noch Knochenmarkstransplantation sein Leben retten können. Nur die „Dame in Rosa“ (Doris Kunstmann) hat den Mut, mit ihm über seine Fragen nachzudenken. Sie gehört zu den Frauen in rosa Kitteln, die sich in der Klinik ehrenamtlich um schwerkranke Kinder kümmern.

Sie, die ehemalige Catcherin, die Oskar „Oma Rosa“ nennt, rät ihm, dem lieben Gott jeden Tag in einem Brief zu schreiben, was ihn bewegt. Oskar glaubt nicht einmal an den Weihnachtsmann und findet die Idee nicht wirklich prima. Oma Rosa bringt ihn dazu, sich jeden Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen. Auf diese Weise durchlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter, bis er mit 110 Jahren zu müde ist, um noch älter zu werden. Kritiker haben in der Figur die Lebensklugheit und heitere Fantasie des „Kleinen Prinzen“ wieder entdeckt.

Doris Kunstmann macht mit ihrer schauspielerischen Leistung das Ein-Personen-Stück zu einem atmosphärisch dichten Kammerspiel, unterstützt von einer stimmungsvollen und innovativen Bühnentechnik, die mit Lichtspielen und visuellen Effekten und Projektionen das Seelenspiel der Kunstmann begleiteten. (zve)

Quelle: HNA

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