Silvia Henk leitet Ederbergland-Touristik

Vom Ozean ins Mittelgebirge

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Neues Aufgabenfeld für eine erfahrene Touristikerin: Bürgermeister Rüdiger Heß begrüßt als Vorstandschef der Ederbergland-Touristik deren neue Geschäftsführerin Silvia Henk.

Frankenberg - Dem Beruf treu, der Heimat auch: Silvia Henk möchte nach einer Dekade auf Kreuzfahrtschiffen den Tourismus im Ederbergland voranbringen - als neue Geschäftsführerin der Ederbergland-Touristik.

Viele Frankenberger dürften Silvia Henk kennen - die einen noch von früher, die anderen aus dem Fernsehen: Die Frankenbergerin war jahrelang auf Kreuzfahrtschiffen tätig und wurde dabei auch für Dokumentationen über das Leben auf der hohen See gefilmt - etwa vom Norddeutschen Rundfunk. Ab dem 1. November übernimmt sie das verwaiste Ruder der Ederbergland-Touristik.

Wie so oft in ihrem Leben war es eher ein Zufall, der auf die neue Position führte. Gerade hatte sie sich nach einer Dekade auf dem Wasser in ruhigeres Fahrwasser begeben - mit Haus, Ehemann und ihrem Sohn Joshua, da las sie im März in der Zeitung von Maike Belz, die die Geschäftsführung der Ederbergland-Touristik übernahm. „Die hat meinen Job“, habe sie gedacht. Dass Belz und die Ederbergland-Touristik sich noch in der Probezeit voneinander trennen würden, hatte sie nicht erwarten können. Doch als die neue Ausschreibung veröffentlicht wurde, habe sie rasch reagiert.

„Wir hatten noch zwei weitere Bewerber in der engeren Auswahl“, berichtet Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, der dem Vorstand der Ederbergland-Touristik vorsitzt. Letztlich sei der Entschluss aber einstimmig für Henk gefallen - nicht nur, aber auch weil sie gebürtige Frankenbergerin ist. „Mit ihr bekommen wir die ganze Welt nach Frankenberg“, freut sich Heß.

In der Tat habe sie viele Ideen, berichtet die 35-Jährige. Welche genau, möchte sie noch nicht verraten. „Was hier bislang gemacht wurde, ist hervorragend“; lobt sie die Arbeit ihrer langjährigen Vorgängerin Silvia Fries - insbesondere mit Blick auf die Zertifizierung der Wanderwege. Sie wolle mittelfristig mehr Tages-, aber auch Übernachtungstouristen in das Ederbergland holen. „Wir müssen dabei besonders auch die kleinen Vereinsmitglieder mitnehmen“, denkt Heß besonders an private Gastgeber. Wichtig, sagt Silvia Henk, sei dabei auch der Blick von außen. Den bringt die neue Geschäftsführerin des Tourismus-Vereins nach zwölf Jahren auf See sicherlich mit.

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