Frankenberg

Parlament diskutiert über Toiletten auf dem Burgberg

- Frankenberg (rou).Seit Ende der 60er Jahrewird in Frankenberg die Verbesserung der Infrastruktur auf dem Burgberg diskutiert: Ob dort im nächsten Jahr eine Toilettenanlage errichtet wird, ist aber mehr als fraglich.

Grundsätzlich sind sich die Stadtverordneten einig: Der Burgberg ist einer der schönsten Veranstaltungsorte in der Stadt. Und wenn die Infrastruktur dort besser wäre, wenn also eine feste Toilettenanlage sowie Strom-, Wasser- und auch Abwasseranschlüsse vorhanden wären, dann würde dieses herrliche Plätzchen vermutlich noch häufiger für Veranstaltungen genutzt. Doch die Verbesserung der Infrastruktur kostet Geld – das die Stadt momentan nicht hat. Und deshalb hatten die Koalitionsparteien CDU, FDP und BLF sowie die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung auch ihre Probleme mit einem SPD-Antrag. Die Sozialdemokraten wollten den Magistrat damit beauftragen, die Verbesserung der Infrastruktur auf dem Burgberg zu veranlassen.

„Die Haushaltslage ist desaströs“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Uwe Patzer. Deshalb dürfe die Stadtverordnetenversammlung dem Magistrat auch keine Blankovollmacht für Ausgaben auf dem Burgberg ausstellen. „Erst müssen wir klären, wie viel die Installation von Toilettenanlagen und von Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen kosten würde.“ Schnell würde eine solche Maßnahme einen sechsstelligen Geldbetrag verschlingen. Patzer forderte außerdem eine Kosten-Nutzen-Analyse und die Prüfung alternativer Varianten: etwa der Anschaffung eines mobilen Toilettenwagens, „etwa in der Güteklasse der Toiletten, die beim Stadtfest aufgestellt wurden“. Die Idee, „dass auf dem Burgberg etwas passieren sollte, ist ja richtig“. Doch das Parlament müsse auch auf die Zahlen schauen. Patzer präsentierte schließlich einen eigenen Antrag, dem die Stadtverordneten am Ende geschlossen folgten. Das Parlament beauftragte den Magistrat damit, einen Kostenvoranschlag zu erarbeiten und Alternativen zu präsentieren.

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