Gemünden beschließt höhere Grund- und Gewerbesteuer

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Gewerbe in Gemünden: Firmen in dem Wohra-Städtchen müssen ab Januar 2014 tiefer in die Tasche greifen. Das Parlament har die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer beschlossen.

Gemünden. Auf die Bürger und die Unternehmen in Gemünden kommen ab dem 1. Januar 2014 höhere Kosten zu. Die Mehrheit der Stadtverordneten (10) stimmte im Parlament am Donnerstag für die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer.

Sieben Mandatsträger, darunter sechs Mitglieder der CDU-Fraktion, waren gegen die Erhöhung. Zwei Stadtverordnete aus den Reihen der CDU und SPD enthielten sich der Stimme. Die Sätze für Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer werden daher ab 2014 einheitlich auf 360 Prozent angehoben.

Bürgermeister Frank Gleim (unabhängig, Mitglied der Bürgerliste) hatte vor der Abstimmung klar gemacht, dass die Kommunalaufsicht des Kreises den aktuellen Haushalt Gemündens nur ohne Einschränkungen genehmigen werde, wenn die im Haushaltskonsolidierungskonzept für 2015 geplante Erhöhung der Steuersätze vorgezogen werde. „Es macht keinen Spaß, das umzusetzen“, sagte Gleim.

Aber man müsse dem Auftrag der Kommualaufsicht nachkommen, um bei der Gestaltung des Haushalts handlungsfähig zu bleiben. Gemünden, so Gleim, nehme durch die Steuererhöhung 230 000 Euro mehr im Jahr ein. „Wenn jemand das nicht will, bitte ich um Vorschläge, die zeigen, wie man entweder mehr einnehmen oder weniger ausgeben kann“, sagte der Bürgermeister, der aber keine Alternativen vorgelegt bekam. Gleim betonte, dass er selbst weder bei den Ausgaben für die Kindergärten noch bei der Jugend- und Vereinsförderung sowie bei den Personalkosten der städtischen Mitarbeiter sparen wolle.

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Quelle: HNA

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