Gespräche zwischen der Frankenberger Bank und der Stadt stehen kurz vor dem Abschluss

Parlament genehmigt den Kauf des alten Bahnhofs

+
Die Stadt kauft in den nächsten Tagen den Bahnhof.Foto: Glotz

Frankenberg - Unterzeichnet ist noch nichts, aber der Bürgermeister hat grünes Licht für seine Unterschrift: Das Parlament stimmte am Donnerstagabend dem Kauf des Bahnhofsgebäudes einstimmig zu.

Der zentrale Puzzlestein für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes soll schon bald in der Hand der Stadt liegen. Die Stadtverordneten gaben einstimmig grünes Licht für den Kauf des Bahnhofsgebäudes – ohne dieses wäre die gesamte Umgestaltung wohl wenig ertragreich. Das hatten Politik und Verwaltung in den vergangenen Monaten stets betont.

Die Frankenberger Bank hatte das Gebäude vor wenigen Monaten im Namen der Stadt vom ehemaligen Eigentümer Main Asset gekauft und in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, um es später der Stadt zu übertragen. Zahlen wurden – wie üblich – vor Vertragsabschluss nicht bekannt und auch am Donnerstag nicht erwähnt. Die Bank hatte jedoch beim Kauf des Gebäudes von etwa 70000 Euro gesprochen, zu denen zudem die üblichen Steuern und Gebühren addiert werden müssen. Insgesamt soll die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit rund 4,1 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend hatte Henning Scheele (BL), der am Donnerstag fehlte, explizit nach einem Nutzungskonzept gefragt. „Es soll ein Gesundheits-, Bildungs- und Familienzentrum entstehen. Ich weiß nicht, was mehr unter einem Nutzungskonzept zu verstehen ist“, hatte ihm der Bürgermeister geantwortet. Die Planungen sehen zudem eine großzügige Empfangshalle vor, möglicherweise mit Bewirtung oder einem Café. „Mietverträge kann ich jedenfalls noch nicht vorlegen“, hatte Heß im Ausschuss betont.

Dafür ist es wohl auch noch zu früh: Vorerst laufen die Abrissarbeiten an den Nebengebäuden auf Hochtouren. Ursprünglich hatten die Stadtverordneten ein Nutzungskonzept zur Bedingung für ihr positives Votum gemacht. Und da für das Gebäude auch Förderanträge gestellt wurden, muss auch für diese ein schriftliches Konzept stehen.

Kommentare