Gesamtschule Battenberg pflegt Partnerschaft mit Schule aus Tansania

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Unterzeichneten das Partnerschaftsabkommen zwischen der Gesamtschule Battenberg und der Tegemeo-Schule: Dekan Andreas Friedrich, Anicet Maganya und Schulleiter Reinhold Gaß.

Battenberg. Mit Briefen fing es vor knapp drei Jahren an: Jetzt haben die Gesamtschule Battenberg und die Tegemeo-Schule in Tansania ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet.

Die Beziehungen zwischen der Tegemeo-Schule in Tansania und der Gesamtschule Battenberg haben eine neue Qualität erreicht: Schulleiter Reinhold Gaß, der Generalsekretär der Karagwe-Diözese Anicet Maganya und Andreas Friedrich, Dekan des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach, unterzeichneten ein Partnerschaftsabkommen.

„Es ist eine große Freude für unser Dekanat, dass die 25 Jahre währende Partnerschaft mit dem Kituntu-Distrikt nun auch in dieser Schulpartnerschaft konkret wird“, sagte Dekan Friedrich. Das gegenseitige Voneinander-Lernen, das Bestandteil des Abkommens sei, fördere das Miteinander und die Gemeinschaft.

Angefangen habe alles vor knapp drei Jahren, als im Rahmen der von der beim Dekanat angestellten Gemeindepädagogin Marion Schmidt-Biber betreuten „Schulbezogenen Jugendarbeit“ drei Briefe an Tegemeo-Schüler nach Tansania geschrieben und geschickt wurden, erinnerte Schulleiter Reinhold Gaß. 25 Briefe kamen zurück. „Seitdem gehen immer mehr Briefe und E-Mails von beiden Seiten hin und her“, freute sich Gaß über die Brief-Freundschaften.

2015 besuchte eine erste tansanische Delegation die Gesamtschule, eine ehemalige Schülerin aus Battenberg sei bereits für ein längeres Praktikum in Tansania gewesen.

Es gebe vieles Gemeinsames, stellten die Festredner fest: Neben der Schulpartnerschaft seien auch die Bedeutung der Musik an der Schule und die Fairtrade-Gruppe verbindende Elemente. Als wesentlichsten Unterschied erkannten sie die Größe ihrer Bildungseinrichtungen: Während in Battenberg rund 1000 Schüler in 41 Klassen von mehr als 70 Lehrern unterrichtet werden, haben die in der als Internat organisierten Tegemeo-Schule etwa 280 Schüler rund ein Dutzend Lehrer. Die Klassen seien bis zu 45 Kinder groß, unterrichtet werde nur bis zur siebten Jahrgangsstufe, dafür ist ein Kindergarten integriert.

Grüße von der Tegemeo-Schule überbrachte Uzima Tirumanywa, der Distriktpfarrer des Kituntu-Bezirks. Englischlehrerin Helga Münter übersetzte. Unter den Gästen waren auch das Reporterteam der Schülerzeitung, die Juniorband und der Chor der fünften Klassen, die die Feierstunde musikalisch umrahmten.

Die Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit beider Schulen im Bereich der Bildung. Schülern und Lehrkräften soll das interkulturelle und globale Lernen ermöglicht werden. Projektarbeiten, das Unterstützen der Brieffreundschaften und gegenseitiger Besuche sowie pädagogischer Austausch sind ebenso Inhalt des Abkommens wie regelmäßige Kontakte der Schulleitungen. Außerdem soll an beiden Schulen ein Partnerschafts-Komitee eingerichtet werden, an dem neben Schülern und Lehrern auch Eltern mitwirken.

Die Vereinbarung ist zunächst für fünf Jahre geschlossen. Sie kann nach einer Überprüfung verlängert werden. (klk/nh)

Quelle: HNA

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