Tradition: Peitschenknallen am „dritten Weihnachtstag“

Die Platzer am Start zu einem langen Tag: (von links) Andre Jakobi, Carsten Schäfer, Yannic Holzapfel, Florian Hesse, Patrick Werner und Jan Hendrik Koch. Es fehlt Jörg Clemens, der erst am Nachmittag dazu kam. Fotos: Arnold

Frankenberger Land. In Rennertehausen, Laisa, Berghofen und Ernsthausen waren am 27. Dezember wieder die Burschen des Dorfes unterwegs, um die ledigen Mädchen „auszuplatzen“.

In Birkenbringhausen erhalten die Männer der Feuerwehr den Brauch des "Mägde-Ausplatzens" am "dritten Weihnachtstag" nun schon seit 30 Jahren. In Rennertehausen fahren die Platzer zunächst zu den auswärtigen Geschäftsleuten, um ihnen für langjährige Unterstützung zu danken und mit lautem Peitschenknallen die „bösen Geister der Eurokrise“ zu vertreiben. Für Rennertehausen hatten sie 89 ledige Mädchen und 29 Geschäftsleute auf der Liste.

Ab der Konfirmation bis zum Eintritt in den Ehestand dürfen die jungen Männer platzen. Die anschließende Platzerfeier am Abend mit gebackenen Eiern und roter Wurst findet im Sportlerheim statt. Hier kommen dann die ausgeplatzten Mädchen dazu. Von dem gespendeten Geld bleibt in der Regel noch etwas übrig, das dann für eine „gute Sache“ wie den Kindergarten gespendet wird, so „Platzerchef“ Carsten Schäfer.

„Aber wir müssen auch immer etwas in der Kasse haben“, berichtet Schäfer. So wurden in diesem Jahr 300 Euro in neue Peitschen und Schnüre investiert. Eine „Gessel“ (Peitsche) kostet mittlerweile 50 Euro.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Kommentare